Kurzinformation
über die
Bundeswasserstraße

Saar

"Kaum darf ich rühmen die Dhron, noch preis ich die seichte Lieser
und kann auch das Lob nicht singen des winzigen Salmbaches,
weil mir die Saar längst winkt im wogenrauschendem Kleide.
Schiffbar ist sie und langhin dehnte den Weg sie,
dass an der Kaiserpfalz sie müd zur Mosel sich bette."

Decimus Magnus Ausonius, 4. Jahrhundert n. Chr.

Quelle: Wasser- und Schiffartsamt Saarbrücken link www.wsa-sb.wsv.de

Die Saar entspringt am Donon in den Vogesen im Elsass in zwei Quellflüssen (Rote und Weiße Saar) und fließt durch Lothringen und das nach ihr benannte Saarland.

Die beiden Quellflüsse entspringen nahe beieinander, fließen jedoch recht lange Zeit getrennt. Interessanterweise gibt es offensichtlich einen lokalen Streit um die Quelle der roten Saar, denn es gibt zwei mehr oder weniger gefasste Quellen, die den Namen "Source de la Sarre Rouge" tragen. Eine davon befindet sich praktisch im Straßengraben der Donon-Passstraße von Abreschviller nach Grandfontaine und führt nur noch wenig Wasser. Die andere, gefasste, befindet sich weiter im Wald, ist jedoch praktisch versiegt.

Die Quelle der weißen Saar ist schwer zugänglich nahe der Route D993 von Cirey nach Grandfontaine. Sie ist ungefasst, lediglich ein Hinweisschild weist auf die Quelle hin.

Bei Lorquin südlich von Sarrebourg vereinigen sich Rote und Weiße Saar.

Nach 246 Kilometern (davon 126 in Frankreich und 120 in Deutschland) mündet die Saar bei Konz (Rheinland-Pfalz) in die Mosel. Ihr Einzugsgebiet hat eine Größe von 7.431 Quadratkilometer.

Die Saar hatte lange Zeit eine wichtige Bedeutung für die Kohle-, Eisen- und Stahlindustrie des Saarlandes. Auf ihr konnten Rohstoffe und Fertigprodukte aber erst seit 1987 auf dem Wasserweg über Mosel und Rhein bis beispielsweise ins Ruhrgebiet oder den Hafen von Rotterdam gebracht werden.

Die Saar war zuvor nur über den Saarkanal (früher: Saar-Kohlen-Kanal) mit dem Canal de la Marne au Rhin verbunden. Kanalisiert wurde sie 1862 bis 1879 von Frankreich aus, so dass (nur) ihr Oberlauf bis Ensdorf (Saarlouis) unterhalb von Saarbrücken, jedoch nicht ihr Unterlauf bis zur Mündung in die Mosel für Pénichen schiffbar war. Der Unterlauf wurde erst in den Jahren 1968 bis 1987 zur Großschifffahrtsstraße ausgebaut, und zwar zunächst von der Mündung bis Dillingen. Ursprünglich war der Ausbau bis oberhalb Saarbrückens geplant, wurde aber wie andere Infrastrukturmaßnahmen aus politischen Gründen zurückgestellt. Deshalb endet die Großschifffahrt nunmehr unterhalb von Saarbrücken. Wegen des Rückgangs der Stahlindustrie ist der Verkehr auf dem ausgebauten Teil der Saar stagnierend.

Der untere Teil der Saar (zwischen Serrig und Konz) ist geprägt vom Weinbau. Für den Saarwein ist der Riesling die wichtigste Rebsorte. Das Saarweingebiet mit Devon-Schieferböden liegt ausschließlich in Rheinland-Pfalz und gehört zum Deutschen Anbaugebiet Mosel. Der Weinbau im Saarland umfasst derzeit nur den Bereich der Mosel bei Perl, wo auf Muschelkalkböden überwiegend die Rebsorte Elbling wächst.

Quelle: link de.wikipedia.org

Staustufen

Nebenflüsse

Orte an der Saar