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Bedersdorf
letzte Änderung: 9/2/2008


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Sehenswürdigkeiten:
kath. Kirche - 18.Jh.


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Kath. Pfarrkirche St.Margaretha. Einfacher vierachsiger Kirchensaal mit eingezogenem Chor und Chorscheitelturm. Der Bau wird von Eckquaderung gerahmt. Der Turm wurde 1718, der Chor 1732 und der Saal 1776 erbaut. Im Inneren Ausstattung des 19.Jahrhunderts. (link Staatliches Konservatoramt: Denkmalliste des Saarlandes.)

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Bedersdorf: Hier wurden Münzfunde aus der Zeit des römischen Kaisers Diocletian überliefert. Diocletian, Reformer des römischen Reiches, lebte von 243-316 n. Chr. Dann hören wir erst wieder um 950 von Bedersdorf, gehörte es doch zu den Pfarreien, die nach einem Dekret von Bischof Ruotpert an Palmsonntag nach Mettlach wallfahren sollten. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1030. In diesem Jahr schenkte Markgräfin Jutta von Lothringen Güter und Rechte und den Zehnten von "Beterstorf" der Abtei St. Matthias in Trier. In der Folgezeit gab es eine ganze Reihe von √úbertragungen, zum Teil einiger Rechte, an und von den verschiedenen Herren, u. a. auch die von Siersburg. Erst 1292 waren alle Rechte, auch das der Kollatur und durch päpstliche Dekrete, im Besitz der Abtei St. Matthias.
Kein römisches Winterlager
Von Bedersdorf liegen uns folgende alte Schriftbilder vor: 1270 Betersdorf, 1271 Be¬≠destorf und Bedirstorf, 1276 Betherstorf und 1286 Bedrestorf. Spätere Schreibweisen sind Battrestorf, Baderstorf und Betterstorf. Eine frühe Deutung aus dem lateinischen "beda" = Winterlager, ist kaum zu halten. Einmal ist es unwahrscheinlich, daß die Römer ihr Winterlager auf den unwirtlichen Höhen des Gaues anlegten, andererseits zeigt das Suffix "dorf", daß es sich um eine Gründung aus der Zeit der frühen germanischen Landnahme handelt. "Beda" bedeutet aber auch noch "Ehrwürdiger", und Beda war auch, abgeleitet von Benediktiner, ein Synonym für englische Gelehrte, die unser Gebiet christianisierten. Man kann annehmen, daß sich in dem Ort ein verehrenswürdiger Geistlicher niedergelassen hatte und verehrt wurde. Darauf deutet auch ein Flurname "In der Klaus" hin. Bedersdorf wäre damit das Dorf, in dem sich ein Eremit niederließ.