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Noswendel
letzte Änderung: 8.7.2007


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Geburtsort von Peter Imandt


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Quelle: link de.wikipedia.org

Der heutige Ort Noswendel ist aus den ehemaligen selbständigen Dörfern Noswendel und Noswendelroth entstanden. Noswendelroth ist während der Rodungsperiode zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert entstanden. Noswendel selbst ist älter. Hügelgräber weisen auf eine Besiedlung vor Christi Geburt hin. In der Nähe führte eine Römerstraße vorbei. Die Erste urkundliche Erwähnung von Noswendel erfolgte im Jahre 1335 als Noiswie («nasse Wiese») in Büchern der Abtei Mettlach. Bis zur französischen Revolution war Noswendel ein Teil der Grafschaft Dagstuhl. Mittelpunkt ist der 6,6 ha große Noswendeler See. Das Naturschutzgebiet "Noswendeler Bruch" ist der größte Feuchtbiotop des Saarlandes. Zum Stadtteil Noswendel (Teil der Pfarrei Wadern) gehört auch die kleine Ortschaft Batschweiler, die erstmals schriftlich 1647 erwähnt wird. Die Kirche in Noswendel wurde 1932 errichtet.

Peter Imandt

Peter Imandt wurde am 17. März 1823 im saarländischen Noswendel geboren. Nach dem Abitur studierte er in Bonn und Greifswald. Er schloss sich der Bewegung des Jahres 1848 an und nahm an den Aktionen eines Freikorps in Schleswig-Holstein teil. Danach kehrte er nach Trier zurück, wo er sich dem Demokratischen Verein anschloss und sich später am Zeughaussturm in Prüm beteiligte. Wie viele Revolutionäre musste er emigrieren. In London begann eine enge Zusammenarbeit mit Karl Marx. Über 40 Jahre arbeitete er als Lehrer in Dundee. Doch unterhielt er auch dort viele Kontakte zu seinen alten Kampfgefährten, unter anderem Freiligrath, Biscamp, Heise und Wilhelm Liebknecht. In einem Nachruf (er starb mit 74 Jahren) wird betont, dass er sich bis an sein Lebensende besonders eng mit der deutschen Arbeiterklasse und der Sozialdemokratie verbunden gefühlt habe. Sein Schicksal steht beispielhaft für das Leben vieler Revolutionäre dieser Zeit. Die Lebensgeschichte dieses vergessenen Saarländers erhellt politische und soziale Zustände des 19. Jahrhunderts.

saarländische Steckbriefe

Erhard Kiehnbaum, Peter Imandt - Eine Biografie, Berlin 2002.