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ehem. Grube Brefeld 66280 Sulzbach, Stadtverband Saarbrücken


Ehemaliger Pferdestall der Grube Brefeld
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Im April 1872 wurde mit dem Abteufen zweier Schächte durch Bergleute der Grube Sulzbach in Brefeld der Grundstein zur Grube Brefeld gelegt, deren Muttergrube Sulzbach war. 1908 wurde der neue Pferdestall in unmittelbarer Nähe der Hauptförderschächte errichtet, in diesem Jahr wurde auch die bisher von Unternehmen geführte Pferdeförderung von der Grubenverwaltung übernommen. Der Pferdestall bot eine schöne und bequeme Unterkunft für 24 Pferde; im Anschluß an den Stalltrakt befand sich eine Wohnung für den Stallburschen. Die Schwierigkeit, während und nach dem Krieg gute Pferde und Futtermittel in ausreichender Zahl für den Untertagebetrieb zu beschaffen, veranlasste die Grubenverwaltung, zunehmend Benzollokomotiven einzusetzen. Diese sogenannten "Bergochsen" ersetzten nach und nach die Seil- und Pferdeförderung in den saarländischen Gruben. 1935 wurden die Gruben Brefeld und Camphausen durch die Saargrubenverwaltung zu einem Verbundbergwerk zusammengelegt, aber die Flöze der Grube Brefeld wurden seit 1942 nicht mehr weiter abgebaut. Dies geschah erst wieder, als die Privatgrube Brefeld 1956 die Abbaugenehmigung für die Flöze erhielt. 1962 war der letzte Fördertag, alle Zugänge wurden verfüllt und 1966 wurde das Feld der früheren Grube Brefeld abgedämmt.

Heute ist der Pferdestall umgebaut und dient der Seelsorgeeinheit St.Marien Hühnerfeld und Herz Jesu Altenwald als katholische Kirche, in der sonntags um 8.30h die Frühmesse stattfindet. Als einziges übrig gebliebenes Relikt der Grube Brefeld ist er in seiner ursprünglichen Form erhalten, auch wenn er heute nicht mehr zu seinem eigentlichen Zweck genutzt wird.

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Kath. Filialkirche St.Pius. Erbaut 1898/99 als Pferdestall der Grube Brefeld. Langgestreckter Sandsteinquaderbau, im Äußeren gut erhalten, innen 1958/59 als Kirche ausgebaut.