Wendalinuskirche in St. Wendel
erstellt am 6/1/2005 – letzte Änderung: 5/2/2008
Quelle: link Wikipedia
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das Innere der spätgotischen Halle

Chorraum mit Altar

Die Wendalinusbasilika in St. Wendel

In Folge der Wendalinusverehrung, die im 11./12. Jh. ihren Höhepunkt erreichte, begann man im 14. Jh. mit der Errichtung der Basilika im spätgotischen Stil. Treibende Kraft war der Kurfürst Balduin von Trier, der 1327 St. Wendel erwarb und die Stadt zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum ausbauen wollte. Über die Grundsteinlegung ist nichts bekannt. 1360 wurde zunächst der Ostchor fertiggestellt. Dieser wurde als eigenständiger Kirchenraum genutzt. Als Zugang zum Speicher diente das "Gänsetürmchen", so genannt wegen der Martinsgans, die seine Spitze ziert. Die Zugangstür ist noch im Ostchor zu sehen. Um das Jahr 1400 wurde mit dem Bau der westlichen Turmanlage begonnen. Erst Mitte des 15. Jh.erfolgte die Errichtung des Mittelschiffes. 1465 wurde die südliche Vorhalle angebaut, die als Versammlungsraum des kirchlichen Sendgerichts diente.

Sehenswert in der Kirche sind die Steinkanzel, eine der wenigen, die es in Deutschland gibt, sowie das Hochgrab, das die Lade mit den Gebeinen des hl. Wendalinus enthält. Pilger gingen unter diesem Grab hindurch.

In der Mitte des Chores steht die Tumba des hl. Wendelin, um 1400 entstanden. Das bedeutenste Kunstwerk ist das Heilige Grab aus der Zeit um 1480. An den Wänden der Seitenschiffe stehen Barockfiguren, die die Zunftheiligen darstellen. Das Chorgestühl stammt aus dem 18. Jh.. Die Stumm'sche Orgel ist datiert auf 1792 und verfügt über 53 Register.

Der hl. Wendalinus ist Schutzpatron von Vieh und der Umwelt.

Die Kirche wurde 1960 von Papst Johannes XXIII zur "Basilika minor" erhoben.

Die Kirche ist 52 m lang und 17 m hoch (Mittelschiff). Die Turmhöhe beträgt 69 m.

St. WendelGotik im Saarlandsaarlandbilder