Stennweiler
letzte Änderug::17/1/2005

rot = Römerstraßen

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Sehenswert: Bauernhäuser und Wegekreuze des 18. und 19.Jh., Dreibannstein auf dem Weihersbrunnenberg mit den eingeritzten Wappen der Reichsherrschaft Kerpen- Illingen (Zackenbalken), dem Kurfürstentum Trier (Kreuz) und der Grafschaft Nassau-Saarbrücken (Wolfsangel).
Quelle: link www.denkmal.saarland.de

Bei Stennweiler (auf der "Stennweiler Kipp", 424,5 m) gab es außerdem eine Telegraphenstation der Linie Paris-Mainz (siehe Optische Telegraphenstationen im Saarland)

Geschichte
Quelle: www.stennweiler.de

Stennweiler,
"steiniger Wald oder steinige Weide", verdankt seine Namensgebung dem reichen Sandsteinvorkommen. Bereits für die römische Zeit finden sich gesicherte Besiedlungszeugnisse.

Ausgangspunkte waren dabei zwei römische Heerstraßen, die im Stennweiler Wald zusammenliefen und von denen heute noch die "Rainstraße" einen Überrest darstellt. Das Jahr 1347 wird als Beginn des heutigen Ortes Stennweiler angesehen. aus dem Jahr 1572 gibt es eine schriftliche Erwähnung in der hochdeutschen Form Steinweiler. 1635 gilt als das schlimmste Jahr in der Geschichte Stennweilers: Stennweiler wurde, wie die gesamte Umgebung, zerstört, restlos niedergebrannt.

In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Bevölkerung langsam an, Mitte des 18. Jahrhunderts lebten in Stennweiler 100 Menschen.

Stennweiler war zu dieser Zeit ein Haufendorf, d. h. es bestand aus Einzelhöfen im Bereich der heutigen Steinstraße und der unteren Lindenstraße, die Bewohner waren sog. Hörige oder Leibeigene des Grundherren, des Grafen von Nassau-Saarbrücken, die kein Eigentum an ihren Höfen hatten.

Nach den Friedensschlüssen von 1795 und 1797 mit Preußen und Österreich wurde Stennweiler zur "maine", die die Dörfer Stennweiler, Welschbach, Schiffweiler, Landsweiler und Leopoldsthal umschloss.

Mit der Angliederung an Preußen wurde Stennweiler zur Bürgermeisterei, die Schiffweiler, Stennweiler, Welschbach und Landsweiler umfaßte. Die Erschließung neuer Steinkohlenfelder in Reden und der Grube König änderte zur Mitte des 1 9. Jahrhunderts die Erwerbsstruktur, die Grubenarbeit war bereits eine wichtige Verdienstquelle. Die Landwirtschaft diente zunehmend nur noch der Eigenversorgung.

[Bild Rechts: 1000 jährige Linde – © http://schiffweiler.de]

Wichtigstes Merkmal von Stennweiler ist das Naturdenkmal "1000 jährige Linde", eine Linde, für deren Erhalt in den letzten Jahren sehr viele Maßnahmen durchgeführt wurden.