Forsthaus Neuhaus
letzte Änderung: 15/2/2005

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Forsthaus Wolfsgarten
siehe auch: Neuhaus-Schacht


anro 15/2/2005


ehem. Schloß vor der Renovierung
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Zchn. v. Heinrich Hoer, 17.Jh., Staatsarchiv Wiesbaden – Quelle: Medding

entlang der Fischbachbahn
 
   

Burgen und SchlösserSaarbilderwww.saarlandbilder.netKarte
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Wanborn Quelle: Medding


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Schon im Mittelalter war Wanborn ein Schloß der Grafen von Saarbrücken.Dieses wurde um 1570 durch Graf Johann IV. von Nassau-Saarbrücken abgebrochen. Der Nachfolger Graf Philipp III. von Nassau-Saarbrücken ließ durch den Baumeister Christmann Stromeyer ein neues Jagd- und Wasserschloß erbauen, das nach ihm Philippsborn genannt wurde. Fürst Wilhelm Heinrich ließ in der Nähe ein Hofgut, das "Neue Haus" errichten. Schloß Philippsborn war ein vierflüglige Anlage von zwei Geschossen mit dreieckigen, pfeilerartig vorspringenden Wehrtürmen an allen vier Ecken. In der Mitte der Hauptfront befand sich ein viergeschossiger Torturm mit Zugbrücke, einem von Säulchen eingefaßten Portal und einer oberen Galerie, darüber Helm mit Renaissancegiebel. Im rückwärtigen Flügel waren die Ställe untergebracht. In der Mitte des Hofes befand sich der Brunnen. Das Schloß verfiel allmählich und wurde 1793 von den Franzosen niedergebrant. Heute sind nur noch Kellergewölbe des alten Schlosses übriggeblieben.

Staatliches Konservatoramt:
link Denkmalliste des Saarlandes:

Forsthaus Neuhaus (Forsthaus Wanborn, Schloß Philippsborn). Im Norden des Stadtteilgebiets gelegen, westlich der L 259 zwischen Rußhütte und Riegelsberg. Schloß Philippsborn erbaut um 1575 als Jagdschloß für Graf Philipp III. von Nassau-Saarbrücken, vermutlich nach Entwurf des gräflichen Baumeisters Christmann Stromeyer. 1756 von Fürst Wilhelm Heinrich ein Hofgut mit dem Namen Neuhaus angelegt. 1793 durch Brand zerstört. Seit 1854 ein wiederhergestellter Teil der Ruine als Forsthaus genutzt. Vom Schloß des 16. Jahrhunderts, einer regelmäßigen Vierflügelanlage, noch erhalten: Teile des Südflügels und des Südwestturms, der große Gewölbekeller des Westflügels (zwei Schiffe zu je acht Jochen mit Kreuzrippengewölben; darüber 1957 eine Gastwirtschaft errichtet) sowie einige Grundmauern. Aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Obergeschoß des Wohnhauses, der Torbogen und das Wirtschaftsgebäude im Südosten.


Forsthaus Wolfsgarten – anro 15/2/2005

Forsthaus Wolfsgarten. An der L 260 gelegen, östlich des Anschlusses an die L 259. Das Wohnhaus ein eingeschossiger Putzbau mit Sandsteingewänden und Krüppelwalmdach, über dem Eingang datiert 1830. Das zurückgesetzt anschließende Stallgebäude um 1900 winkelförmig erweitert.

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Geschichte des Jagdschlosses Philippsborn und der Scheune Neuhaus
Quelle: link www.waldkultur.de

ANDRAE berichtet, dass Graf Philipp 1575 das alte Jagdhaus im Wald: Wanborn, eine halbe Meile von Saarbrücken entfernt, habe abreissen und ein anderes schönes Schloss an seiner Stelle aufführen lassen. Man nannte es nach seinem Erbauer Philippsborn (PURBS-HENSEL, 1975).

Eine kurze Rekonstruktion der Geschichte der Scheune im Kontext des Schlosses Philippsborn: Veränderung vom fürstlichen Jagdschloss, Hofgut, Forsthaus zum Zentrum für Waldkultur als Freizeitstätte der nahen Großstadt Saarbrücken und "Eingangstor" zum Urwald "Saarkohlenwald".

1576 wurde das Jagdschloss Philippsborn unter Graf Philipp III von Nassau-Saarbrücken fertig gebaut

Um 1700 - Erneuerung durch den Grafen Ludwig Crato - nach Schäden des 30-jährigen Krieges

1756 errichtet Fürst Wilhelm Heinrich den Gutshof

1793: Plünderung und Brandschatzung durch abziehende französische Truppen

1801 geht die Schlossruine in den Besitz der Hospitalkommission zu Saarbrücken

1831 Versteigerung des Anwesens an den Privatmann August Träger in Saarbrücken

1850 erwarb die Bergbehörde das Gut

Seit 1854 ist das Anwesen der früheren Waldburg Wanborn, des Schlosses Philippsborn, sowie des Hofgutes Neuhaus im Eigentum der Forstverwaltung

Bis 1991 beherbergt der Südflügel des Anwesens das Forstrevier Neuhaus

1994 Konzept und Ausbau der Scheune mit multifunktionalen Aufgaben

2000 Scheune als Informationszentrum des EXPO 2000 Projektes "low tech - high nature Fortswirtschaft mit Zukunft" mit umfangreichem Veranstaltungsprogramm

1.000 ha werden aus der forstlichen Nutzung genommen und der "Urwald vor den Toren der Stadt" als Naturschutzgebiet ins Leben gerufen. Gleichzeitig meldet das Umweltministerium des Saarlandes den gesamten zentralen Saarkohlenwald als FFH-Gebiet für das europäische Schutzgebietssystem NATURA 2000 an