zurück: Die Bergwerksdirektion

Geologisches Museum Saarbrücken
Bergingenieurschule Trierer Str. 4
letzte Änderung: 26/1/2005


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anro 26/1/2005

Andreas Rockstein

Das Gebäude des Geologischen Museums wurde 1904-06 als Königliche Bergschule erbaut.

Staatliches Konservatoramt: link Denkmalliste des Saarlandes:
Ehem. Königliche Bergschule, heute Bergingenieurschule und Geologisches Museum Saarberg. Erbaut 1904-06 nach Entwurf von Baurat Giseke. Dreigeschossiger Sandsteinquaderbau mit Mittelrisalit, die Fenster der Obergeschosse in flachen segmentbogigen Nischen vertikal zusammengefaßt. Nach schweren Kriegsschäden 1944 unter Verzicht auf die gotisierenden Giebel vereinfacht wiederhergestellt, 1979-82 saniert und rückwärtig erheblich erweitert. Beiderseits der Straßenfront schmiedeeiserne Gitter.

Schräg gegenüber der Bergwerksdirektion gelegen ist es eines der wenigen erhaltene Gebäude der Vorkriegszeit in der Trierer Straße, wenngleich es nach Kriegszerstörung nur vereinfacht wiederaufgebaut wurde.

In gewisser Weise läßt sich die Trierer Straße von ihrer Anlage her mit der Münchner Ludwigstraße vergleichen (Bild oben rechts): Als eine der Hauptausfallstraßen von Saarbrücken wurde sie in einer großzügigen Breite ausgeführt – sie ist heute noch die breiteste Straße im bebauten Innenstadtgebie – und am Straßenanfang wurden repräsentative Monumentalbauten errichtet. Daß sie nicht an die Münchner Ludwigstraße heranreicht hat verschiedene Gründe: Zum Einen war die Länge von vorneherein durch die bereits bestehende Bahnlinie Saarbrücken-Trier begrenzt. Zum Anderen wurde im vergleich zu München viel später begonnen, und mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs konnte nicht mehr weitergebaut werden. Zwischen den Weltriegen entstand als Monumentalbau lediglich das Hauptpostgebäude (siehe unten!).

 

Unter den Linden in Berlin [Blid links] oder die Champs Elysées in Paris [Blid rechts] seien kommentarlos als Beispiele für planmäßig angelegte Hauptausfallstraßen europäischer Metropolen dahingestellt.

Den neuen Kommerztempel der Saargalerie möchte ich im Gegensatz zu seinen Erfindern nicht als Bereicherung der Trierer Straße anerkennen, er ist ein häßlicher, jetzt schon alternder Beton-Riese, der mich eher an ein Gefängnis als an einen Palast erinnert...

weitere historische Gebäude in der Trierer Straße:

  • Trierer Str. 8

Staatliches Konservatoramt: link Denkmalliste des Saarlandes:
Knappschaftsgebäude, erbaut 1901/02 vom Saarbrücker Knappschaftsverein nach Entwurf der Berliner Architekten Kayser und Großmann. Ursprünglich dreigeschossiger Bau mit Giebeln, durch mehrfachen Umbau, Aufstockung und Erweiterung völlig verändert. Vereinzelte Teile der romanisierenden Fassadengliederung erhalten.

  • Trierer Str. 31

Staatliches Konservatoramt: link Denkmalliste des Saarlandes:
Hauptpostamt. 1928 von Nobis.

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