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Amelungsschächte – Von der Heydt
erstellt am 9/2/2005 – letzte Änderung: 11/2/2005


ehem. Fördermaschinenhaus Schacht Amelung I
anro 5/2/2005


ehem. Fördermaschinenhaus Schacht Amelung I
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Mundloch des Von der Heydt-Stollens
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Magazingebäude
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ehem. Fördermaschinenhaus Amelung I
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anro 5/2/2005

Staatliches Konservatoramt: link Denkmalliste des Saarlandes: Ensemble Schacht Amelung I der Grube Von der Heydt

Bestand: Von der Heydt 26, ehemal. Fördermaschinenhaus, Schacht, zwei Nebengebäude.

Die Geschichte der Grube Von der Heydt, in deren Bereich schon im 18.Jh. Bergbau bezeugt ist, begann 1850 mit dem Anschlagen des Von-der- Heydt- Stollens am Ende des Burbachtals. Bereits 1852 wurde der Stollen von der Muttergrube Gerhard abgetrennt und einer neuen Grube zugeteilt, die im selben Jahr als dritte Steinkohlengrube an der Saar (nach Heinitz und Reden) einen Eisenbahnanschluß erhielt und nach dem preußischen Handelsminister Von der Heydt benannt wurde. Die weitere Entwicklung der Grube, die sich mehrfach durch die Erprobung technischer Neuerungen hervorgetan hat, vollzog sich im Rahmen von vier Betriebsabteilungen an verschiedenen Standorten. Infolge der Weltwirtschaftskrise wurde die Grube 1932 stillgelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden einige Schächte erneut in Betrieb genommen bis zur endgültigen Stillegung im Jahr 1965.

Von den Tagesanlagen im Burbachtal sind heute nur noch wenige Reste erhalten, denen somit als letzten Zeugnissen dieser traditionsreichen Grube und nicht zuletzt auch im Hinblick auf die benachbarte Grubensiedlung besondere Bedeutung zu- kommt. Dazu gehört das kleine Ensemble am Schacht Amelung I der Abteilung Burbachstollen, der 1885 östlich der Gleisanlage abgeteuft wurde und sich in der Folgezeit neben Amelung II (begonnen 1899) zum bergwirtschaftlich bedeutendsten Schacht der Grube entwickelte. Das ehemalige Fördermaschinenhaus ist ein schlichter Sandsteinbau mit Rundbogenfenstern, errichtet um 1885 und heute als Bootswerkstatt genutzt. Der verfüllte Schacht ist im Gelände noch erkennbar. Südlich des Maschinenhauses liegen ein eingeschossiges Sandsteingebäude (heute Wohnhaus) und die Ruine eines turmartigen Backsteinbaus, deren ursprüngliche Zweckbestimmungen unbekannt sind.


Haupteingang Schacht Amelung II
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versiegelter Schacht Amelung II (?)
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Haupteingang Schacht Amelung II
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Zechenhaus (Amelung II)
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