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Oberesch
letzte Änderung: 21/1/2008


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Luftbild – Photo: Christian Zimmer link de.wikipedia.org

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Geschichte Quelle: www.dersaargau.de

Oberesch gehörte im Mittelalter zur Herrschaft Burg-Esch, die eine lothringische Lehensherrschaft war. Die Herrschaft Burg-Esch umfasste eine Reihe von Ortschaften nördlich der Nied und bildete einen Gerichtsbezirk innerhalb des lothringischen Amtes Sierck. Neben dem Schloss Burg-Esch, das eine Art Wasserburg war, lag der Ort Esch, nördlich davon Hof und Mühle Mittel-Esch. Beide Siedlungen existieren schon längst nicht mehr. Sie waren mit dem heutigen Oberesch eine halbselbständige Kirchengemeinde innerhalb der Pfarrei Schwerdorf.

Die Herren von Esch waren die ersten Besitzer der im späten 13. Jahrhundert fassbaren Herrschaft Burg-Esch, die neben den drei Siedlungen mit Namen Esch, nämlich Burg-Esch mit Dorf-Esch, Mittel-Esch sowie Ober-Esch, noch das Dorf Schwerdorf und die bei Flasdorf gelegene Heltenmühle sowie umfangreichen Streubesitz umfasste. Als erster Besitzer erscheint urkundlich im Jahre 1280 Hesso von Esch. Dieses Geschlecht besaß Burg-Esch bis zum Jahre 1515. Danach war die Herrschaft im Besitz der Herren von Kerpen und von Cronenburg (bis 1620), die Herren von Haen (bis 1725) und danach die Herren de Villers, bis sie in der Französischen Revolution aufgehoben wurde. Das Dorf Oberesch, urkundlich erstmalig im Jahre 1333 genannt und heute neben dem Schloss selbst als einziges von den früheren drei Dörfern Esch noch vorhanden, gehörte der Herrschaft Burg-Esch bis zu ihrer Auflösung an.

1815 kamen Oberesch und Burg-Esch zu Preußen. Bei einer Grenzkorrektur im Jahre 1827 kehrte Burg-Esch zu Frankreich zurück, während Oberesch bei Preußen blieb.

Interessant: Oberesch gab in früheren Zeiten einer Bürgermeisterei zwar den Namen, nicht aber den Sitz.