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Fürweiler
letzte Änderung: 6/11/2004


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Geschichte Quelle: www.dersaargau.de

Das Dorf Fürweiler, erstmals im Jahre 1319 urkundlich erwähnt, war alter herzoglich lothringischer Besitz und gehörte verwaltungsmäßig innerhalb des Bellistums Deutsch-Lothringen zum Amt Sierck, nach der Neugliederung Lothringens ab 1751 zum Amt Busendorf. Um 1300 gab es in Fürweiler ein Rittergeschlecht. Aus dem Jahre 1321 datiert eine Urkunde über einen Vergleich der Witwe des Heinrich von Virnewilre (Fürweiler) mit dem Ritter Johann von Gerlevingen (Gerlfangen). 1707 besaßen der Baron von Zandt auf der Siersburg und der Baron von Haen zu Burg-Esch (heute Bourg Esch bei Oberesch) Güter in Fürweiler.

Mit dem Zufall Lothringens 1766 an die französische Krone gelangte auch Fürweiler unter die Souveränität des Königs von Frankreich, die bis zur Französischen Revolution dauerte. Danach kam Fürweiler innerhalb des Moseldepartements, Kanton Hemmersdorf, von 1789 bis 1792 zur Gemeinde Schwerdorf, wurde bis 1812 eine eigene Mairie und kam dann wieder bis 1815 zu Schwerdorf. Bis zur Französischen Revolution waren auf dem Fürweiler Bann grundherrlich die Herren Baron von Zandt-Herr zu Siersburg und Baron von Haen-Herr zu Schwerdorf sowie der Herr von Schloss Dalhem (Dalheim) bei Tromborn begütert.

Nachdem Fürweiler 1815 preußisch wurde, kam es innerhalb des Landkreises Saarlouis als eigene Gemeinde, nun aber zusammen mit dem Diersdorfer Hof, zur Bürgermeisterei Oberesch, die 1937 in Amt Hemmersdorf umbenannt wurde. Nach der Auflösung des Amtes Hemmersdorf 1948 wurden die Gemeinden in das Amt Siersburg eingegliedert, wo sie bis zur Gebietsreform 1974 verblieben.

Kirchlich gehörte Fürweiler im Mittelalter als Annex zur Pfarrei Schwerdorf, die bis zur Revolution 1789 der Erzdiözese Trier unterstellt war. Noch bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (1914/1918) wurde Fürweiler kirchlich von Schwerdorf mitverwaltet. Die Fürweiler bauten erst 1921/1922 ihr heutiges Gotteshaus.