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Fremersdorf
letzte Änderung: 16/5/2006


kath. Kirche St. Mauritius

Sehenswürdigkeiten:
Schloß - 17.Jh., kath. Kirche - 1911/12
vgl.: www.dersaargau.de
abgegangen: Château Rouge

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Burgen & SchlösserOrtsverzeichnis


Putten im Schloßpark
© www.dersaargau.de


Putten im Schloßpark
© www.dersaargau.de

Saar auf- und abwärts
entlang der Saartalbahn

Niederau und Haltepunkt Fremersdorf gehört zu Merzig
© link Landesamt für Kataster-,Vermessungs- und Kartenwesen


Blick über Fremersdorf nach Bietzen © Wolfgang Wiesen


Schloß © www.dersaargau.de


Schloß © www.dersaargau.de


Schloß © www.dersaargau.de

Frühgeschichte Quelle: link www.fremersdorf.de

Wie Funde bezeugen, war die hiesige Gegend keltisches und römisches Siedlungsgebiet. Römische Siedlungen standen zumeist an oder in der Nähe von Römerstraßen. Von Trier aus führte eine solche, keine große Heerstraße, nach Pachten. Nach Bd.31 der Wallerfanger Geschichte von Th.Liebertz verlief hier der Weg am halben Hang, stieg dann langsam an und führte nach Eimersdorf. An dieser Straße oder in ihrer Nähe befanden sich mehrere Siedlungs- und Grabstellen. Hier führte die Straße am Galgenberg an einer "Villa rustica" mit Wirtschaftsgebäuden vorbei. Die Villa war mit allem Komfort der damaligen Zeit: Mosaikböden, Wasserleitung, Bäder und Fußbodenheizung.

Römerstätten im Saarland


Fähre über die Saar bei Fremersdorf
Quelle: Saarheimat 8/9 1960

Geschichte Quelle: www.dersaargau.de

Wie wohl die meisten Siedlungen mit der Ortsnamenendung "dorf" geht die Entstehung des heutigen Ortes Fremersdorf auf die fränkische Zeit zwischen 500 und 800 n. Chr. zurück. Im Mittelalter war hier der Sitz eines Rittergeschlechtes. So wird 1158 ein Hermann "von Frummerstorf" in einer Urkunde genannt. Die Landeshoheit über den Ort hatte sehr lange der Herzog von Lothringen. 1661 wurde das rundum von lothringischen Orten umgebene Fremersdorf französisch und war eine "Exklave". Frankreich schaffte sich damals durch die Einverleibung von Fremersdorf, von Siersdorf und von Montclair sein "Le petit Rhin". Das Fremersdorfer Schloss ist seit langem im Besitz der Familie von Boch, deren Mitglieder immer schon eine besonders fürsorgliche Beziehung zu den Fremersdorfer Bürgern hatten. In Erinnerung bleibt auch das sogenannte "rote Schlösschen", das "Château Rouge". 1981 wurde es nach seiner Nutzung als Pflege- und Altersheim abgerissen. Das heutige moderne Alten- und Pflegeheim "St. Barbara" hat im Grunde genommen seinen Ursprung in dem früheren Fremersdorfer Heim. Zur Verbindung des Ortes Fremersdorf mit dem rechten Saarufer diente die "Phar", die Fähre. Sie wurde bereits im 15. Jahrhundert erwähnt. Die Pfarrei Fremersdorf gehörte zu den Pfarreien, die seit dem 10. Jahrhundert den Brauch der jährlichen Wallfahrt zum Grabe des hl. Lutwinus im Kloster Mettlach übten. Kirchenpatron war von jeher der Märtyrer Mauritius.