Grube Viktoria
Püttlingen, Stadtverband Saarbrücken
letzte Änderung: 17/12/2004

Bild rechts: Schacht Viktoria II © link www.bergbau-online.de

Schachtanlage Viktoria III Quelle: link www.denkmal.saarland.de

Bestand: Ehem. Zechenhaus (Grubenstr. 35), ehem. Fördermaschinenhaus mit Böschungsmauer zur Grubenstraße, Mundloch des Viktoriastollens.

Westlich von Püttlingen entstand von 1866 an die Anlage Viktoria I/II als Tochtergrube der Grube Gerhard, benannt nach der damaligen Kronprinzessin Viktoria, der englischen Gemahlin des späteren Kaisers Friedrich III. Weiter nördlich bei Engelfangen wurde 1902 der Schacht Viktoria III (1920-1935 Edward-Schacht genannt) abgeteuft. Ein 1248 m langer Stollen stellte die Verbindung mit Viktoria I/II her. Stillgelegt wurde die Grube Viktoria im Jahre 1963.

Bild rechts: Bergehalde Viktoria © link www.startbilder.de

Das auffallendste Gebäude des Ensembles ist das ehemalige Zechenhaus mit Waschkaue, erbaut 1910 und heute gewerblich genutzt. Der Komplex von unterschiedlich hohen Backsteinbauten zeigt eine historisierende Gliederung mit Rundbogenfenstern, Lisenen und Friesen. Schräg gegenüber auf höherem Niveau liegt das ehem. Fördermaschinenhaus, ein Sandsteinquaderbau von 1904 mit Rund- bogenfenstern und Lisenengliederung, heute als Reitstall und Scheune genutzt. Südlich des Zechenhauses liegt teilweise versunken im angeschütteten Boden das Mundloch des 1902 aufgefahrenen Viktoria-Stollens; die zurückhaltend historisierende Einfassung zeichnet sich durch sorgfältige Quaderbearbeitung aus. Insgesamt ist das Ensemble ein in wesentlichen Teilen erhaltenes und architektonisch anspruchsvolles Beispiel einer kleinen Nebenschachtanlage.

Am Mathildenschacht

Denkmal für die am 16.03.1907 bei der Seilfahrt im Mathildenschacht bei der Grube Viktoria verunglückten Bergleute. Pfeilerartiges Monument aus Granitstein.

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