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Besch
letzte Änderung: 7/1/2008


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St.-Georg-Denkmal
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Photo: Andreas Weber 20/7/2006

Besch hieß bei den Kelten vermutlich Bassius, bei den Römern Bessiacum. 893 erhielt das Trierer Kloster St. Maxim Besch von König Arnulf als Geschenk. 1433 kam Besch zu Burgund. Die nächsten Herren waren Habsburg, Spanien (1555) und die österreichischen Niederlande (1714). Nach der Besetzung durch die französischen Revolutionstruppen 1798 wurde Besch verwaltungsmäßig dem heute luxemburgischen Remich zugeordnet. 1816 wurde Besch preußisch.

Zwischen 1967 und 1992 befand sich im heutigen Industriegebiet direkt an der Mosel die CSL (Chemische Werke Saar-Lothringen), die nach Übername durch die elf aquitaine zugunsten der Chemischen Werke Leuna (Sachsen) geschlossen wurde. Dadurch verloren über 400 Arbeitnehmer aus der Region ihren Arbeitsplatz. Die ehemaligen Werkshallen sowie das Verwaltungsgebäude sind noch erhalten und zeugen von dieser Zeit. Die CSL erzeugte für einen internationalen Abnehmerkreis (hauptsächlich Möbelindustrie) Leim und Harnstoff. Aufgrund der günstigen Infrastruktur (eigener Hafen, Anbindung an das Gleisnetz der DB, wenige Autominuten nach Benelux/Frankreich und die bundesdeutschen Autobahnen)galt die CSL als stabiles zukunftsicheres Unternehmen.

Besch hat ein lebendiges Vereinsleben und eine intersozial funktionierende Vereinskultur (Sport, Theater,Musik ). Für die Bevölkerung wertvoll und traditionell gut angenommen sind die Grundschule, der Kindergarten, das Jugendheim (Gemeindesaal) und das Altenheim. Die katholische Kirche (Schutzheilige: St. Margarethe) mit Trutzburgcharakter, direkt an der Mosel gelegen, ist der Dorfmittelpunkt. Das daneben befindliche Pfarrhaus ist nach Meinung anerkannter Historiker vermutlich 800 Jahre alt (Belege hierfür fehlen jedoch).

Die größte Kriegsgräberstätte des Saarlandes befindet sich in Besch. Sie ist sowohl den gefallenen Deutschen als auch Soldaten anderer Länder zur letzten Ruhestätte geworden.

Geographisch liegt der Ehrenfriedhof in einer Linie mit dem Westwall (Reste sind noch als Friedhofmauer im nahegelegenen Tettingen-Butzdorf zu sehen). Auf dem Friedhofgelände sind als Mahnmal noch Reste des Ende der 70er gesprengten Bunkers zu sehen. Der zweite Bunker lag 200 m weiter an der heutigen Kreuzung nach Nennig/Tettingen und wurde komplett gesprengt und unsichtbar gemacht. Unweit im Wald finden sich auch heute noch Reste der Bunkeranlage sowie zugeschüttete Zugangsschächte. Bis weit in die 70er waren im Bereich um den Friedhof Waffen- und Gerätefunde aus dem zweiten Weltkrieg keine Seltenheit. Die Kinder spielten damals in den noch unverschütteten Bunkeranlagen. Heute hat sich die Natur die sichtbaren Reste überwiegend durch Wucherung wieder zurückgeholt. Quelle: link de.wikipedia.org