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Güdesweiler

Sehenswert: in der kath. Kirche: Kreuzigungsgruppe - um 1760, Anna Selbdritt 15.Jh., Marienkapelle - 18.Jh.

Geschichtlicher Überblick
Quelle: link www.oberthal.de

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgt in einer Urkunde des Klosters Wörschweiler aus dem Jahre 1258. Es kann aber sicher angenommen werden, dass der Ort zu diesem Zeitpunkt schon eine Weile bestanden hat.

1629 wird im Saalbuch der Abtei Tholey die Meyerei Güdesweiler erwähnt. Daraus ist zu ersehen, dass der Ort 20 Häuser hatte, die halb zur Abtei Tholey und halb zu den Glockengütern gehörten. Nach und nach zog die Abtei Tholey immer mehr von diesem Besitz an sich.

Eng mit der Geschichte des Ortes ist die dem hl. Valentinus geweihte Kapelle in unmittelbarer Nähe des "Guten Brunnens" verbunden (Bild siehe Oberthal), die von vielen Wallfahrern aufgesucht wird.

Die Wildfrauhöhle auf dem Leistberg
Quelle: link www.oberthal.de

Nur wenige Minuten von der Teufelskanzel entfernt liegt am Südhang des Leistberges die Wildfrauhöhle.

Die Höhle ist ein ausgespülter Stein, der einem überdachten Unterschlupf gleicht. Eine Seherin soll hier Johann Nonninger, der sich auf dem Rückweg von Rom befand, geraten haben, am Gutenborn eine Kapelle zu errichten.

Zur Entstehung dieser Naturdenkmales ist folgendes zu sagen:

Die Wildfrauhöhle liegt in groben, geröllführenden Sandsteinen der Tholeyer Schichten, die zur Zeit des Unterrotliegenden, vor etwa 275 Mio. Jahren, im Saar-Nahe-Raum zur Ablagerung kamen. Im Gegensatz zu den anderen, häufig leicht zerfallenden sandigen Absatzgesteinen dieses Zeitabschnittes, zeichnet sich der Sandstein um die Wildfrauhöhle durch große Festigkeit aus. Diese Eigenschaft ihn vor den zerstörenden Einflüssen der Verwitterung besser geschützt, so daß er als harte Felspartie aus seiner weichen Umgebung herausmodelliert wurde. Ursache für den hohen Verfestigungsgrad ist Kieselsäure. Bei der Entstehung des Rhyoliths - vom Volksmund als "Feldspat" bezeichnet - der nur wenige Meter von hier als vulkanische Schmelze etwa 5 Millionen Jahre später aufgestiegen ist, ist diese Kieselsäure in den nahen Sandstein eingedrungen. Die Form der Wildfrauhöhle selbst hat die Verwitterung im Laufe der Zeit geschaffen, in dem die Teile des Sandfelsens, die von den vulkanischen Einflüssen (Kieselsäure) weniger betroffen waren, ausgehöhlt wurden.