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Merchingen
letze Änderung: 7/9/2005


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Sehenswert:
kath. Kirche St. Agatha von Clemens Holzmeister, 1929-33

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Die Geschichte des Ortes Merchingen
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Die Geschichte des Dorfes

Merchingen ist ein Ortsteil der Stadt Merzig. Merchingen liegt im Saarland nicht weit vom Dreiländereck zu Frankreich und Luxemburg entfernt. Aus der Grenznähe erfährt Merchingen, wie viele andere saarländische und lothringische Kommunen eine wechselvolle Geschichte, als ein Mosaiksteinchen des deutsch-französischen Schicksals. Hier ein Abstrakt der Geschichte des Ortes Merchingen, wie er als Zusammenfassung des amtlichen Bekanntmachungsblattes "Neues aus Merzig" vor einigen Jahren erschien. Der Hauptteil der zusammengetragenen geschichtlichen Daten stammen aus dem Heimatbuch des Lehrers Hans Ehl +, mit dem Titel "Vom Steinkeil zum Dombalpflug", welches 1963 erschien. Ein neues Heimatbuch ist im entstehen. Darin soll vor allem auf die Aspekte des in Merchingen doch regen Vereinslebens als Rückgrad des dörflichen Lebens eingegangen werden. Dieser kleiner Abriß der Geschichte Merchingens soll Sie, den interessierten Leser, einladen, Merchingen auf dem Wege der Geschichte kennenzulernen und vielleicht findet sich jemand, der seine Wurzeln bis in den kleinen saarländischen Ort Merchingen zurückverfolgen kann.

Die Entwicklung des Namens


816Morichinga


Abb. 1: Merchingen um 1900

1266Morchingen
1267Mörchingen
1277Morchinge, Morekinge
1363Murchingin
1387Morchingen
1489Morchingen
1519Morchingen
 

Ehl (S. 17) führt den Namen zurück auf den germanischen Namen Mauruch oder Morich zurück.
Ja. (S. 686) legt den Namen Môricho zugrunde. "-ingen" bezeichnet die Zugehörigkeit zu diesem Namen und kennzeichnet Merchingen als fränkische Siedlung.

Steinzeit



Abb. 2: Steinkeil

Im Jahre 1942 wurde bei der Befestigung der Ritzerbach in der Ortsmitte ein 15 cm langer Steinbeil mit Loch aus der Jungsteinzeit gefunden.

Römerzeit


es wurden gefunden:

im Langgarten:

römische Scherben und Dachziegel.

auf Fuhrwies:

Ziegelstücke und röm. Straße. (Der Flurname deutet noch darauf hin).

Auf'm Hunzrather Fußpfad:

Dachziegel, Bausteine, Urnenscherben.

Münzen:

Commodus, 180-192, Gallienus 260-268.

In Merchingen gabelten sich drei Römerstraßen.

 
816

Morichinga
Von Kell und Ja. auf Merchingen bezogen. Förstemann bezieht den Namen auf Mörchingen bei Forbach.

1266

Morchingen (Müller ON II S. 52)

1267

Eberhard Mogart von Merzig schenkt vor den sechs Geschworenen zu Mörchingen dem Peterskloster in Merzig eine Fruchtrente aus dem Zehnten zu Mörchingen (J. 482)

1275

Der Dechant Bruning von (Kaisers-)Lautern schlichtet einen Streit des Propstes Jacob zu Merzich mit dem Meier Anselm daselbst wegen einiger Ländereien am Morchinger Berg. (MRR IV, 236)

1277

Morchinge (Kell I S. 368) Gerard von Morekinge Zeuge eines Wiesenverkaufs an den Probst von Merzig. (J. 560)

1363

Symont van Murchingin (Ja S. 668) Peter Murchinger (ebd.)

1338

Merchingen, Muerchingen à 2 kilomètres à l´est de Merzig, dans la régence de Trèves. Rente, assignée sur des francs-alleux de cette commune, reprise en fief de garde du chateau de Freudenburg (homme du garde de chateau de Freudenburg)

 

Nr. 758: Faites lan MCCC et XXXVIII le judi [VI] (2) jours on mois dowyst.

 

Jean de Perle (Hennekin de Pierle) écuyer reconnaît avoir reçu du roi de Bohême deux cents livres de bons petits tournois: somme pour laquelle il a repris de lui en fief de garde du chateau de Freudenburg (Vreudemberch) dix livrées de terre assignées sur le francs-alleux quil possède à Merchingen (Muerchingen).

 

Le fils de Seigneur Jean de Larochette (la Roche) et Thierri (Diederich) de Perl, frère du déclarant, scellèrent avec lui la présente charte.

 

(Verkooren, Alphonse: Inventaire des chartes & cartulaires du Luxembourg , BdII: (Comte puis Duche) / par Alphonse Verkooren.
Repr. d. Ausgabe Bruxelles 1914 - 1922, Cart.: I, fº 40 II, fº 61 (vº))

1379

Johann Von Meÿngen verkauft dem Gotteshaus Mettloch das dorff Mörchingen für 200 alter Gulden Ao. 1379 Dominica ante Conversionem Sti Pauli (AD Metz 6F59)

 

Ich Johann von Meyngen Herr zu homberch met und frauwe Jücte my eliche husfrauwe tun kunt allen luden dÿ düsen brieff angessint oder horent lesen daz wir und andre unsn besseren nutz zu schaffen mit woke dachtem mude und vorstede unß frunde und mit gudem muytwillen und verhenckniße Conratz myns bruders reht und redelich verkauft han und verkaufen den erbn geistlichen hrn hrn johan dem appide convent und gotzhuse zu Mettlach bÿ der Saren zur Tryer bistom gelegen sent Bndicth ordins und iren nakume oder helder duß brieffis alliz daz goit gulde und erbe daz wir hain und haben mogen in dem dorffe und banne zu Morchingen und was dar zu gehorich ist iz sy an gerichte an luden an zenden an scheffen an schetzungen an husen an garten an wisen und velden an eckeren an welden an zinsen ersuyht und unersuyht wie ma dÿ neme oder vinden nach also als wirs und unse alt vordn biz hera beseßen ham hoe und diff mit alme reht nutznyht ußgenome uns zu behalden umb zweyhundert alder gulden von florentien guden goldiz und s waren florentien gewihtiz dÿ uns wol und gentzlich an gereidem gelde bezalt sint und in unßn schinbn nutz bekert sind cc (ee?) duser brieff geschribn wurde Und dar umbe so hain wir Johan und Jücte vorgh vor uns unse erbn und nakumen und vor alle dÿ gene dÿ wid den vorgh kauff sprechen mochten globit und globn met guden ruwen in eyne rehten eyden stait den vorgh. kauff veste und stede zu halden Auch sprechen und globn wir Johan und Jücte vorgh myt eyde vor unß unse erbn und nakume daz dat vorgh goit gulde erbe und zugehore von niemant zulchen inrurit noch nyemant andrn verlaiht noch verpant inist und dar vor und vor alle werschaff wollen wir eweclich verbunden sin vor uns unse erbn und nakume Auch wer ist sache daz dat vorgh dorff goit gulde und erbe vergange von welcherley sachen daz dat geschiht were wenich oder vill in keyn handewise und dÿ vorgh hrn apt und Convent oder helder duß briefs der genoßen Hecten hoe und diff wie daz geschiet were wenich oder vil biz an die zyt dez widerkaufs dar uff verzihen wir Johan und Jücte vorgh vor uns unse erbn und nakume luctlich durch got und umb unß und unß alvordn sele willen Alle ponte und artikel dÿ in dusem briefe begriffen sint hain von Johan und Jücte vorgh vor uns unse erbn und nakume globit und globn mit guden truwe in eydez statt mit stehter sicherheyde veste stede und unnbrochlich zu halden und dar wid nyt zu dön noch dön dön heylich od offenbar mit worten oder mit werken mit keyne vun den dÿ von den sint oder vonden mochten werden auch verzihen wir gentzlich uff alle vorzach beider gerichte geistlichs oder wereclichs rehtiz gerichtiz geschribn oder ungeschribn also daz wir nyt sprechen in mogen daz une dÿ egenanth somme geldiz nyt gezalt noch gentzlich bezalt in were noch daz wir daz halfscheid dar an uberhabn waren oder eymcher bedruckniße hindergangen weren mit welcherley sachen daz dat were dan als vor geschribn ist Und wir verzihen sondlich uff alle vorzoch dÿ uns zustaden stain mochten und den egenanth geistlichen hrn oder helder duß briefs zuschaden gneme und sollen keyn böse treckunge nyt suchen Und sunderlich ich Jücte dez egenanth hrn Johans eliche husfrauwe verzihen lutblich uff brutgabe und wiedeme und globen mit guden truwe in eydis stait mit keyne sachen noch nyema in myne wegen zu den noch zukume under den egenanth kauff uß gescheiden sin alle argelist und generde in dusen dingen Dez zu verkunde und stedicheide so hain wir Johan von Meyngh hre zu Homberch rict und Jücte sin eliche husfrauwe heubtlude vorgh semmetlich unse Ingeß an dusen brieff gehangen uns zuubersagen alle vorgh sache Auch umb vester stedicheide so hain wir gebeden deren erbn hrn hrn Thilmann vom Hayn hre zu der Motten daz er vor uns glabe daz wir werschaff dön aller vorgh sachen und sin Ingiß bÿ die unß an dusen brieff wolle hencken Und ich thilmann von Hayn vorgh globn ununme verbunden sin vor werschaff als vorgh ist und dar umb hain ich my ingeß bÿ die yre an dusen brieff gehangen Und auch zu merir stedicheid und sicherheide allir vorgh dinge so ist duser brieff besigelt mit unßs hrn dez hertzogen sigil von lothring und Marggraw sins hofis zu Waldisfingh von bede wegen hrnd Johan von Meyngh hrn zu Haynberch und frauwen Jücten siner elichen husfrauwe und Conratz dez vorgh hrn Johans bruders unßs hrn dez herzogh reht wol bewart Gebn in dem Jar da ma zalte na cristen geburte dusent druhundert und nuyn und siebentzich Jar uff den nehsten sondach vor senct pauls dach den man nennet zu latin connersio sancti pauli ...

1384

Konrat herr zu "homberg" (Homburg - Kettingen) belehnt Isenbard von Esch, Schultheiß zu Merzig mit Gütern in Merchingen, die Isenbard und sein Bruder von Bertolt von Esch, Abt von Mettlach, eingelöst hatten (AD Metz 6F59)

 

Ich konrath herr zu homberg dun künt allen luden dusen geenwertigh brieff sehent oder horent lesen und Erkennen mich offentlichen in diesem Brieffe daz umbe den getruwen dienst den Isenbard scholtesse zu mertzichen zu der zit und Jeckel scholtesse zu sirck auch zu der zit gebruder von esch mir gedan hant in künftigh ziden und noth dün mügh und han ich Isenbart vorgh und sin erben mir und mynen erben zu manne gewonen ewentlichen und ymir me und han yme dar umbe geben und gem yme und sinen erben allez daz gut daz ich zu moyrchingh han und min aldern do gehabet hant zu wissen moirchingh by mertzichen ez sy an banne an mannen an korn an gulde an swynen an scheffen an zinsen an felden an wisen an hogerichte an bussen an wasser an weiden an welden an wegh an stegh nutzent ez genomen wie man dez nemen moichte bit allem vorher und zu gehoire wie es myne alder an mich bracht und gehalden hant und die vurgh gülde besessen hant. Und were ich sy auch gehalden und besessen han bis of dusen hüdigen dach und waz die vorgh gulde und güt myner alder eygh und auch min. Und gein ich konrat hre zu homberg vorgenanth vor mich und myne erben und nakümen dem egenanth Isenbard. die vorgh gulde und gütter alz vorgeschil steit yme und syne erben stedentlich ewentlich eirffelichen und yme mer und sol er und syne erben die gulde vorgh von mir und mynen erben han und halden und unser man dar umbe sin ymer me er und syne erben in der masen alz vorbegriffen ist und enthersen ich mich mit den vorgh gütter und gulde mich und myne erben den vorgh Isenbard und syne erben do myde zu eirffen umbe der manschaf willen daz er min man würden ist. Auch ist zu wiss daz der vorgh Isenbard und Jeckel gebrüder die vorgh gulde gulde und gütter byt gemeyner hant gelost hant wieder den apt her Bertolt von esch apt von gotz genaden zu metteloch von willen und verhenckenisse und geheisse min vor zwey hundert guder mentscher gulden gut von golde und sware genüch von gewichte und sullent die zwene bruder vorgh die vorgh gülde und güter sy und ir erben und nakümen halden besitzen nutzen entnützen genyessen entnissen gemeynetlich und hanttofen in aller der masen alz min alder und ich sy gehalden und genutzet hant bez of dieß hüdigh dach Auch ist zu wißs werez sache da vor got sy daz der vorgh Isenbard oder sine erben nit en weren und abe ynigh so soll der vorgh Jeckel oder syne erben in der vorgh manschaf ver(....) min und myner erben man dar umbe sin und die vorgh gulde und gutt halden und besitzen in aller der masen alz Isenbard vorgh min man und myner eirfen man dan abe würden ist und in der manschaf zü verliefen in der masen alz vorgeschih Auch ist zu wiss werez sache der vorgh Isenbard oder sine erben erstoiret oder gehindert wurden an der vorgh gulde so geloben ich Conrat her zu homberg vorgh vor mich und myne erfen den vorgh Isenbard und sine erben verentwerten und werschaf zu dragh von dem vorgh gude und gulde wie ein herre sin man billich verentwten und beschuden sol alz von syme eygh gude. Alle diese vorgeschrieben dinge geloben ich Conrat hre zu homberg vorgh in guden truwen in einz rechten eydez stat feste und stede zu halden vor mich und myne eirfen und nymer her wieder zu dune mit worten mit werckh pünten arttickeln fünde die da fünden sind fünden moichten werden in oder her na heymelich oder uber lut und verzigh her uber of alle helfe stüre fordrünge die mich oder myne erfen helfen oder furdern moichten und den vorgh Isenbard sin bruder oder ir eirfen schaden oder hindern moichten nu oder her na alle geberde ez dies vorgeschih sachen gescheiden. Dez zu urkunde so han ich Conrat hre zu hombergh vorgh vor mich und myne eirffen und na kommen mynen Ingesigel an diesen brief gehangh und zu merer stedicket so han ich gebeden und bieden die hüder dez Tabellions des hofes zu sirck daz sy mintz genedigh herren dez herzogh von lottrh und maggven Ingesigel wellent hencke by den mynen mich und myne erben zü ubersanne aller dies vorgeschih sachen und wier hüder dez Tabellions vorgh umbe beden willen dez vorgh konratz so hant wir unßs genedigh herre Ingesigel dez Tabellions des hofes zü an dieß brief gehenket by den sine in und sine erben zü ubersane aller dieser vorgeschih sache und zü merer sicherheit und stedigeit so han ich auch gebeden mynen lieben neben her frederich von sirck und willam belliz dez hertzedünnes von lottringh zu duscheme lande daz sy ir beyde Ingesigel by daz myne an diesen brieff henckh und umbe beden willen Conradez von homberg vorgh so han wir unser beider Ingesigel by daz sine an diesen brieff gehangh in und sine erben zu ubsagene aller dieser vorgeschih dinge der geben kund do met schreif den Cristus geburte düsent dru hondert fuer und achzich jar dez nesten mondages na der oster wochen

1387

Boemund von Saarbrücken, Herr von Eintzer (Lintzer), belehnt den Jeckel von Esch mit der Mühle in dem Dorf zu Morchingen. Nach Jeckels Tod soll dessen Bruder Isembarth damit belehnt werden. (Coll. Lorr. S. 104, Lorr. Tome 153/12)

1403

Burggraf Ludwig von Hammerstein setzt seinen Neffen Boemund von Ettendorf, Herrn zu Hohenfels, in Mitbesitz des Dorfes Mörchingen bei Merzig an der Saar.
5. Juli 1403 (Hammerstein Gesnold E. von "Urkunden und Regesten zur Geschichte der Buggrafen und Freiherren von Hammerstein" Nr. 633, AD Metz BH 1121)

1413

Merchingen kommt in Besitz der Herren von Sirck, die später die Burg Meinsberg erbauten
16. November 1413 (AD Metz 6J88, Hammerstein Gesnold E. von "Urkunden und Regesten zur Geschichte der Buggrafen und Freiherren von Hammerstein" Nr. 674 AD Metz BH 1121)

 

Ich Schonate geboren von vinstingen witbe von Ettendorff und frawe zu hohenfels dun kůnt allen mengelich das also ich das halbe han an dem dorffe zu Mörchingen aller neste bÿ mertziche gelegen von solichem deile also her lůdewich Burggre zů hamerstein da hatte und ich solich ferde deil also ich hatte an den dorffe unde hobe zu hichichwilre sasswilre und zeisswilre mit ire zugehörden ierliche gulde wigestlin ich myn lebedagen hatte und nit langer da bekennen ich mich in diesem myme uffen brieffe das ich umb besůnd liebede und frunschaft die ich han zu myme lieben swager und frunde her Arnolde von Sirk Ritter och umb das er mir also liebe dar umb gedan hat so han ich verzigen und verzigen luterlich mit kraft dis briefes uff alle die Recht, herlicheit unde gulde wie man die genennen mach die ich bisse her an den rungesthielen dorffe mörchingen aller nebst by mertziche und den hoff hichichwilre, sasswilre und zeisswilre vorgeschrieben aller nebst by pelingen gelegen gehabt und genessen han, also das ich in furbas mer mich keiner rechtern an dem furgeschriben dörffer gulden und gute noch luden mich vermessen noch han cusel und was ich brieffe von den vorgeschriben guden hette die sollent gentzlich krefteloss sin und keine macht mer han aller dieser wigeschriben sachen zu einem steden urkunde so han ich Schonade geborn von Vinstingen widewe von Edendorff frawe zu hohenfels myn Ingesigel unden an diesen brieff dun hencken mich zu übersagen aller furgeschriben sachen, der geben ist des dunerstages fur Ste martins dage des heiligen bischofs. in dem Jahre da man schreiff nach xlo geburte dusent fier hundert un de drutzen Jare

littera g nobilis matůe schoneta de winstige petta renunciat suri sus y habuit in morchinge in maibg domino Arnolde de Serck

Datum anno 1413

1414

Morchingen bey Mertzig gelegen 1414 Widerkoffsbrieffe von Morchingen von der Karthuss by triere
26. März 1414

Quelle: 6J88 AD Metz

 

Wir prior und Convent sente Albanshuss Carthuss orden by Trier geleghen dun kunt allen luden und bekenen offentliche in diesem brif alz der edeler hre hre Arnolt von syrk Ritte unse liebe hre und besonder heymligher frunt in gote uns und unsm gotzhuse vorschre hat verkaufft eyn erstliche gulde zu wissen alle Jair sex und drissich guder swerer mentscher gulden und hat uns darvor geghebn alle syn recht daz er hatte zu Morchinghe und in der pleghen da bÿ geleghe na in haldughe der brieve de er uns da ubber hat geghebn da han wir dem vorgh Edelen hn Arnolde umb syner groiss flyslicher beden willen in sonderlig grosser liebden de wir in gote zu yme ham nach dem vorschre kauffe getan und dem unntz diesen briebe soliche genade und frundschafft daz vor keynen anderen menschen de selbe genade gue vom wenldent zu wissen daz soe wanze und gylche zyt zu ewighen taghe der selbe herr arnolt syne erben oder nakomen an uns oder an unsere nakomen in unserem Cloyster vorf komet myt nůynhundert gulden alsoe guyt swer und wert alz wir yme vor wail bezailt hant vor de vorf sess und drissich gulden alz men wol fyndet beschriben in den vorgh brieben de er uns davon hant gegheben und sie uns oder unser nakommen vorf de vors nuynhundert gulden heberent bezalent und hantreyehent ganz und zumail in eyn sumen ungedeylt und sye une dar zu vor mol bezalent und genoych doynt vor daz abe uns enich gebretten wie an ewighen sachen in dem vorschre unseren brieben beschriben, dun sullent wir yn de vors zinse der sess und drissich gulden wydder umb kauffen laissen und zu kauffe gybben umme de nacyhondert gulden vorschre und sye sullent darnach all yr vorsrecht und guyt zu Morchinghen und vort alle andere underpende in unseren lieben beschreben fry loss und ledich wydderumb haben alz von unsut weghen und de vorgh unse briebe en sullent dar nach keyne macht me haben wydder hin Arnolt noch wydder sine erben oder nakomen vorschre und dyt geloben wir bÿ unse consciencien und by unserem Orden fest und stede zu halden an alle argelist und her wydder nyt zu vom noch schaffen daz getan werde heymelich noch offenbair und wir verzyhent uff alle privilegien und exceptien geystlichen und wetlichchen gerichten und uff alle sachen da mydde wir her wydder mochtent komen bysonder verzÿhen wir uff das recht das sprychet das gemeyne verzÿhunghe nyt macht enhabe want soe wilch dingh uns wÿdder diesen vorschre wydderkauff mochtet stade oder brenghen de en sullent vor uns und wydder hin Arnolt noch widder sine erben oder nakomen myt allen keyne macht haben. Dez zu urkunde han wir unsern Convents sigel unden an diesen brieff gehanghen datum anno domini millesimo quadringentesimo quarto decimo crastine annunciartaris beatissime virginis marie

1417

Merchinger Weistum (LHA Koblenz 54 Nr M892 )

 

Morchingen by Mertzig

Duß ist die wyde und begruff von dem hoegericht zu morchingen wie die scheffen das gewyst hant In dem jare xiiii und xvii Jar uff sant mathus abent

  • Item zu dem ersten an stollen huß an dem marsteyn aus buß an den zulboum und von dannen buß an den obersten zulboum von dannen von den zelboum vort buß an das wolffs reche vor uff den rant vort buß uff die drechen loicher von dannen vort uff den ramte vort buß uff den manenbecher weg von danen vort sluchs durch die hecken buß uff die marken als vil als der ist die da stehent tuschent den von broitdorff und von morchingen allangs enweg buß an den patt den man geit geen bachem von dem pade wet hinden morchingen wegs alle das hoegst lange buß an den schaiffs pat von dannen wit tuschent den von butzen und morchingen buß uff den Coris acker von dannen vort buß an wyuels acker slus durch die velt von dannen vort buß vor an dierenholtz an das oberste ort da man zu beckingen hin geit von dannen vort buß an geyßborn zu morchingen zu dannen vort hie sute der grachte buß an den hollender von dannen vort uff der hecken her buß an grusen bruche uff die anwender die vor grusenbruche lügent die anwender her in buß in die bach her in halff buß an den pat von dem pade her uff buß an des gudemans huse von der gudemans huse dar nyderste geleyse her uff buß an stollen huß an den marsteyn wieder umb
  • Item duß ist die gulde zu morchingen by mertzig gelegen
  • Item das halff hoegericht zu morchingen und die halb welde mit aller herlicheyt der gantz bann welde und hoegericht ist alleyne halff myns hrn Arnoldes von Sirck wie das die heren von mollenbach plagen zu han
  • Item der meygeschaff ist vi gulden Item der herbeschaff ist auch vi gulden
  • Item zwolff malder haben und xii malder weykes
  • Item der meyger eyn meyger swyne vi gulden wert
1489

Morchingen (Lager S. 366)

1492

Morchingen (Ja.S. 668)

1494

Jargedinge in Morchingen 1494 (95)

Quelle: Stadtbibliothek Trier
Handschrift 1671/348 4º
fol. 58 recto - 59 verso

 

Annalen zu Morchingen

Ist zu wissen das in Jaren der Junfferlichen gebuot ventzichen hondret Nuntzich unnd veir Jahre Irrer geschreifft Im stifft vonn Trere zu schriben auff Moentag necst nae dem sontage Oculi die druzenten Im Meritz wule trent Nune oder zehen Uren vure mittage ungeverlig In myns Notarien unnd getzugen Ine undh gegenwertikeit ist durch die Eÿberen unnd umsichtigen Herren Diderich vonn Diteuchen pastore zu Tunsdorff Magister raswin vonn Siburg unnd scholtes Lodeviche vonn wegen der wolgeborenen Juncheren Sebasti ans gruffen vonn Seyne Heren zur Zyt zu Moncklere unnd Mensberg .. Johann vonn der Nunerburg pastoir zu Brotdorff, vonn wegen eyns gotzhuße Mettlochs unnd vonn wegen des vesten Junchere wilhem vonn warßberg unnd syner mitgemeyner, Ist das Jaregedinge Im dorff zu Morchingen gehalten und besessen worden In maissen unnd formen wie darin her nachgassen volget

Den fuerchtich synt erschenen Meiger der ungh Herren von seyne zur zyt herren zu Monckler gellen hans vonn Morchingen meiger yns gotzhuße Metlochs .... Richart vonn Morchingen meiger juncher wilhems vonn warßberg unnd syner mitgemeyner umbestempt mit sampt

Die selbigen Scheffen synt durch den dinckfoct Nemelich scholteß lodewich benant, irrer eide ermaynt unnd gefraigt worden Aba is sie vonn Jare und tage das die Herren benant irre Jaregedinge haben zu halten. Daruff sie nae rade geantwort Soe wanne den Herren gelegen were soe moichten sie ihre Jaregedinge halten.

Haent dar nae gewisten soe der Bode Inruffen sulte alle die ghene zu dem Jaregedinge gehorich unnd den dare geboden were.

Darnae haent sie gewisten soe wie eyn Herren von Monckler das Jaregedinge zu bennen habe, Ader die ghene die vonn synent wegen dae erschienen, were sach er ader die syne sulchs neit gedone konnen, so habe ers maicht eyme von den scheffen zu gebetten sulchs zu thune. Also hait der benant Scholtes Lodewich sulches geboden zu thune Richard vonn Merchingen, scheffen und meiger Junker wilhelms vonn warßberg, unnd syner mitgemeyner, der dem selbigen Jargedinge bann und frede gedane Hait In nachfolgender maissen.

Ich thune diesem Jargedinge bann und frede vom tage Hude vund vom tage vort, Vort ane in ere sent Aghaten die eyne Patronerß ist unser lobelicher kirchen; In ere des wailgeborren Juncherrn Sebastians graiffen von seyne Herren zur zyt zu Monckler der eyn Herre des Hochgerichts ist zu Morchingen zum Halbenteill, In ere des Eirwirdigen Inn gott vatters vnnd Herren Thilmans Abts zu Mettloch vonn syner goitzhuß wegen. Inn ere deß vesten Juncheren Wilhelms von warßberg unnd syner mitgemeyner, die welchen mit sampt unseren lieben Herren dem Abt gemelt diß Hoegerichts unnd bannes auch Herren synt zum anderen halbenteill Inn ere der scheffen sammentlich, in ere der meiger sammentlich. Des boden unnd gantzer gemeynen unnd aller der ghener den Herr geboden ist zum Jahrgedinge. Vort aller der gehner dae vonn is billig bann und frede Haen sull, das nemans dem anderen syne statt besitzen ane orlauff. Nemens den anderen syne wort doe ane Orlauf, abe jemans were der sulchs dede. Der were den Herren umb die boiß, eynmail zweimaill und zum drittenmail des Jaregedinge sie gebennet.

Dem nae haent die gemelt scheffen sulchs vurgemelt.Hoegerichtsbezirck unnd irs banns gewisten wie Her nae geschriben steit Im ersten haint sie angehuben bie den stullen hußen ane eyne marcksteyne vonn dan der anwe uff biß ane der zeilbaume von dem zeibaume biß uff dem andren zeilbaume, von dann uff den berch langs biß ane den wolffsberg heischt bie denn draichlocheren von dann den rantlangh biß ane den mandenbreucher wech vonn dann ane eynen marcksteyn steit tusthent den vonn Broitdorff und morchingen vonn dem marcksteyne uff eynen andren steyne vonn dem steyne zu hoewechen zu uber den berch biß uff die längeheck vonn der längshecken biß uff bachemerberg ane den patt vonn den pad den randlangs durch den drauff morchinger waldts biß ane den schaiffspatt tusthent morchingen und boitzen, vonn dann den schaiffspatt herauß biß uff ettliche marcksteyne cc (ee) von eyne uff den anderen, vonn danne vorm we(i)dbuche her uff den ort waldts, vonn den ort uber messe biß ane wibesheck vonn dann biß ane derrenholts dar vort derrenholts langs den waldt biß uff den andren ort waldts tusthent da vonn Morchingen und harlingen, vonn Danne biß uff geißborren Dar vort ane biß uff den rant

Den rant vort langs biß uff eyn graicht, Dar vort die graicht hin ane langheck dar steit eyn hollenter tusthent Morchingen und Mertzigh vonn dann biß ane der anwende die dar ligt ghemsigt gronischenbruch, vonn dann der anwe her inne biß uff der bach, vonn dann der bach uff biß zun dem mertzicher wech ane die malleter Dar vort den weg her uß biß die stullen huße ane den ersten marcksteyne dar sie angehuben hann Dar bynnent wisten sie den vurgh in das hoegericht mit sampt zuch fluch und herberß Dar

Nae dem Haent sie gewisten die zeinse da fellich vnnd also gesprochen, soe wie die Heirschafft von Monckler Habe alle Jare dae vallen XXVI. malder neuen zeinß waiß, vnnd also manche malder euen also manche Hone (Hühner), xll eiger, vnnd also veill malder euen also veill pennick der zwolf eyn treischen schillink doent.

Gelicher wise Haent sie gewisten so wie die Herrschaft von feiltzburg (Felsberg) also auch dae fallen habe, alle Jare ane Zeinßen xvll malder euen, mit sampt Honeren eigeren vnnd pennicken wie vursteit. Samelicher wieße eyn goitzhuse Mettloch auch alle Jare dare fallen habe ane Zeinßen veir malder euen, mit sampt Honeren eigeren vnnd pennecken als obegriffen. In derselbigen mai: Haent sie gewisten so wie Juncker Wilhelm vonn warßburg vnnd syne gemeyner ouch alle Jare da vallen und dienen Haent, ane Zeynßen Iv malder euen maiß mit sampt Honeren eigeren vnnd pennecken als obgeschreben luet. Dar nae synt sie gefrait worden abe Inne nuste me kundlich sie das zu wisen in geburren, Haet nae gehaltem rade geantwort. Sie haben von irren voralteren neit witers Herren wisen ader sargen dann sie gewisten Haen, vnnd begerren auch sie witers neit zu beladen.

Im lesten synt sie ußgegangen vmb sich zu bedenken vnnd vurzubrengen alles das ghene das Inn dem virgl. Hoegerichtsbezirk roigbar oder broilich sie geweste syder der zyt das die leste Jaregedinge gehalten syne worden Vnd nae langem rade sie dar vff gehaibt wiederkommen vnnd gesprochen Sich herr allerley bynnent der zyt dae begeben das sie ouch guttlich versediget vnnd nedergelaicht Ane so veill Juncker peter vonn Dailheim hette eyn meiger dae selbst ouch uff syme hobe vnnd eigenthume eigen gericht und Herlichkeit, Hette sich gemacht das eyn arme man Hinder ihne gesessen noitten gewesten were vnnd ann den selbigen meiger gerichts gesonnen hatt, Jene uff syne gutteburgen neit hette mogen gedigen, vnnd dar umb sulchen arme man noit gewesen werr sich am eine Hoegericht zu beroiffen dem selbigen arme manne were auch im Hogerich recht gescheit nae Hoibs gewainheit, vnnd dar umb der bestempt meiger sulche gedane Hette were vnrecht vnnd brechten das vur.

1498

Güterverzeichnis des Abtes Tillmann (LHA Koblenz 143/709)

1519

Morchingen (Ja.S. 668)

Einwohnerverzeichnis:

  1. Die Leute des Grafen von Sayn
    • sind exempt (Dieser Schatzung nicht unterworfen).
  2. Die Leute des Herrn Abtes von Mettlach:
    • Hans Schwopp Adam
    • Henrich
    • Feylen Hans Witwe abwesend.
  3. Die Leute des Herrn von Warsberg:
    • Es wohnt von ihnen dort niemand außer außer Johann Schumacher.
  4. Die Leute des Peter von Dahlheim:
    • Johann.
1528

Jahrgedinge 1528 in Morchingen

Quelle: Stadtbibliothek Trier
Handschrift 1671/348 4º
fol. 89r - 92 r

 

Anno .. fünffzehenhondret Acht unnd zwansigste donnerstags der funff und zwanstigsten tags Brach Monads vor Mitaghe umb zehen Uren ungedlig. In meins uffenbar Nämen und Erbaren gezüghen herundengeschrieben gegenwtigheit ist durch die wysen vürnemighen und Ersamen Marquart qüecken Scholtes tzützyt zu Sarburg und heinrich von (Sirdorff) Meier daselbst und vonn weghen des wolgebornen herrn Gräugen Gerlachen herrn tzützyt des Sloßs Monckler by Metloch gelegen, iten herrn Matthias Crämers prior tzuetzyt zu Metloch von weghen eines gotzhuß Metloch item Juncker Johann von Berghen den man nent heyegen Alte Johann von Sirck unnd Jacob Bürckgrave zu freistroff von weghen der vesten Junckerrn von warspurg und ire mitgemeyner, das jaregedinghe ime dorff Morchinghen % gehalten und besessen werden in maissen vone hernach begriffen volgt

Sint anfencklig erschenen die Erbaren Johann zo Morchinghen Meier tzurtzÿt daselbst von weghen der herschafft zu Monckler, Heinrichs Johann Meier daselbst zo Morchinghen von weghen eins gotzhuiß Metlochs Johann Schomecher Meier von weghen der vesten Jonckern von warspurg und irre mitgemeÿners, Gelen hanns, Alter Johann, unnd Michel zo Morchinghen Allesampt Scheffen tzuetzÿt des hoichgerichts daselbst zo Morchinghen

Welchen itzgnanten Scheffen ermanten irer eyde unnd uff gethane fraghe irer obengemelten gnedighen herrn habenn zum ersten gewysten ire gnedighen Herrn des Sloss Monckler oder ire geschickten sollen inne jaregedinghe zo Morchinghen oben ann sitzen darnach solle sitzen ein Apt des gotzhauss Metloch oder prioren Ernwürden geschickten darnach sollen sitzen in jaregedinghe daselbst zu Morchinghen der vesten jonnckern vonn warsperg und ire mitgemeyner, oder ire geschickten

Sennt gemelt scheffen danach gewÿsten ire gnedighen hern des Hauss Monckler haben das jaregedinghe zu Morchinghen zo setzen unnd sollen alsthan Erw Apt des gotzhauss Metlochs mitsampt den vesten jonnckern von warespurg unnd irn mitgemeynern solichs verkundighen zu erscheinen zo Morchinghen inne jaregedinghe ire gerechtigheit horen zo wÿsen,

Haint darnach gwÿste, der bode solle inruffen allen den ghenedighen, die bynnent dem bezirck unnd hochgericht Morchinghen gutter eÿgen haben und iren gnedighen herrn obengemelten, Schaff innd zinß geben, mitsampt den ghenighen so dahin zum jaregedinghe gebotten wiren

Demnach gewÿsten, so wir ein Scholtes zo Monckler solle das jaregedinghe Bennen, als ein dinckfaudt, von weghen der herrn des benanten jaregedings miteinander Oder solle eine uß den Scheffen gebiethen , das jaregeding zo bennen von weghen der herrn miteynander

Daruff hait der dinckfaudt gebotten dem erbaren Johann zo Morchinghen Scheffe darselbst, oben gemelten jaregedinghe zo Bennen vonn weghen der herrn des benanten jaregedings miteynander, welcher dem jaregedinghe Banne unnd frede gethane hant in nachfolgender maissen

Ich thun dyssem jaregedinghe Banne und frede in ere der regina junffrauwen Sanct Agathen die ein patronerß ist unnsers gotzhauß, vonn weghen des wolgebornen herrn Grauen Gerlachen herrn tzurtzÿt zo Monckler, iten von weghen des geistlichen herrn eins Apts zo Metloch, vonn weghen der vesten jonckerr vonn warsperg unnd ire mitgemeyner vonn weghen der meier samentlich, von weghen der Scheffen, des Bodes unnd der gantzer gemeyner, und von weghen aller der ghenighen den hir gebotten ist zum jaregedinghe, das niemans dem andern sein stat besitze oin urlauff, niemans dem andern sein wort thu, oin urlauff, abe gemans wire der solichs thede, der solle geben den herrn die Buß, einmal, zweÿmal, und zum dritten mal, das jaregedinghe sÿ gebennet

Demnach haben die gemelten gewÿsten den betzirck irs Bannes und hoichgerichts wie hernach geschrieben volgt

Zum ersten haint sie die gemelten Scheffen angehuben den zu betzircke bÿ stullen huss am weghe bÿ ein Marckstein vonn dannen an das heckelge, vorthin an den negsten zelebäume, von dannen biß an den alten zelebäum, von dannen slugweshin biß an den wolffs weghe von dannen biß zo den dieghen luchern, von dannen hinden den rantlanghes biß in den Mandenbrucher weghe vonn dannen uff ätliche Stein stent zwischen den von Brodtorff und Morchinghen, wÿst ein stein uff den andern, von dannen unden an honekirchen hin biss an die langhe heck, da man hin gheit gehen Bachem, die heck langhes biß ine das Rott, heist Rodges rett, uß dem Rode biß an die durrebäume, von den durrenbäumen biß an den drauff des walds, inwendig des walds den rantlanghes biß witter Buetzer waldt in ein weghe, heist der schaffspatt, den weghe heruß sthent steine tzussen den von Buetzen und Morchinghen biß heruß an widbusche, vor dem widbusche den drauff langhes biß an ein Ort busches gnant holtzackerhaubt, da die frauwe ermord worden ist, von darinnen in ein heck heist wirbeltzheck, von dannen rehtabe an dürrenholts, vort derrenholts den drauff langhes biß an den andren ort dastheit ein haghedorn vonn dannen richt den roindt abe, biß uff den kallenberg, vonn dannen den roindt herlanghes biß in die thuffelsgraidt, von dannen in ein veldt heist Mulmanns veldt uff ein hollendter, von dannen vort in die langhe heck ans harlingher patt, die heck herlanghes biß uff die Anwaldt daitzen grontzelbruch, uff die Anwaldt steit ein Stein tzussen den von Mertzig und Morchinghen, von dem Stein rechtsabe biß in die halff bach oben die langhe wiese, die halffbach herüß biß nach an hedenthall an die heinred, von dannen heruff biß zu Mertzigher halffe weghe bÿ Lampertsbann den weghe heruß, das niederst geleiß den vonn Morchinghen, das oberst geleiß der von Mertzig biß an den Marckstein bÿ Stullen huss, da sie die gemelten Scheffen angefanghen hatten zuwÿsen

Nach dem haint gemelten Scheffen gewÿsten so wÿdt als sie die Scheffen den Banne und hochgericht gewÿsten haben, wÿsten sie darbinnen oben gemelten irn gnedighen herrn das jaregedinghe zo mitsampt foudt, ploudt, tzoik, floik, und alle hoichBuß von der Erden an biß an den hemel, damit auch erklerung theden, ob einicher herrn darbynnent gerechtigheit hett wÿste sie ime mit abe

Darnach gewysten, So ein Mißdetigher im benannten HoichgeRicht gefanghen wurde, man solle den zum ersten ghen Monckler furhen, vnd nach viertzehen taghen ghen Metloch, so aber myn Hrn Apt zu Metloch kein gefenkniß hett fur soliche lude, sol der herschafft zu Monckler also liebethoin das die ihme ein thurm lenhen, vnd nach acht taghen darnach sol man den Arme gefanghen ghen freistorff verschaffen, und nach acht taighen witther ghen Monckler, da soll man ine fraghen umb sein Missethaidt, kan der Arme Man sich mit recht nit verantwortten, so solle man Ihne witther ghene Morchinghen verschaffen, da haben ire gnedighen herrn Seyl, Stock, galghen, isen, Solichen luden ire Recht zu thun.

Item gewisten, So wie ein Maier der herschaft Monckler den Angriff Ine benantem Hoichgericht zu uoran mit Sameglichen Raidt der ander Meier daselbst zu thoin habe so er der negst bÿ der handt were oder welcher Meier der Hern daselbst der negst zu geghen by der handt were, soll den Angriff thoin von weghen der Hern miteynander des Hochgerichts zu Morchingen.

Haben gemelten Scheffen veitter gewÿsten, die zinße so Iren gnedighen herrn bynnent benanten hochgeRicht Jerlich fallende, wie nach volgt Zum ersten der herschafft des hueß Monckler habe alle Jahre fallend an zinßen segs und zwantzig malter habern zinßMaiß, uff jeglyg malter habern ein hone, uff Jeglyche malter habern zwulff Eyger, uff Jegliche malter habern, ein Heller der zwulff ein Triersche Schellenk thont, dar zu Ein faß Saltze dem zinß nach ghen Monckler zinß Maiß

Sammelicher wÿß haben sie die scheffen gewÿsten, so wie der herschafft zo filtzpuerch filtzpurch auch daselbst zo Morchinghen jerlig sollen habe an zhinßen Achtzehen malter habern, zinß maiß, Mitsampt honern , Eÿhern, und heller nach anzail der malter, wie obenstett, und ein faß Saltze zynßMaiß

Iten gewÿsten Ein gotzhuiß Mettloch habe auch alle Jahre zu Morchinghen fallen an zinßen vier malter habern, mit Sampt honern, Eÿhern, und Heller nach anzall der malter wie oben stett

Iten gewÿsten die vesten Junckern von Waresperg und Ire mitgeMeÿner haben alle Jahre daselbst zo Morchinghen ane zinßen vier malter habern, zinßMaiße, mitSampt honeren Eÿhern und Heller nach anzaill der malter wie oben begriffen

Danach gewÿsten, so ein Arme Man zu Morchinghen aibsturbe, so sÿ man das Besthaupt schuldig den herrn des jaregedings daselbst samentlig schuldig zu geben unnd wie die Meier, die zinß des arbegestorben Arme Manns gedeilten und gehaben haint, soll auch also das Besthaupt Jeglichen herrn nach Antheill der zinße das Besthaupt gedeilten unnd bezalten werden, So aber der Abegestorben Arme Man den herrn kein zinß ierlig schuldig gewesten , sol das Besthaupt, dem herrn allein bezailten und geben werden, daHunder der Arme Mann gesessen gewisten

Damit haben gemelten Scheffen arbgeheischen und gesaigt sie haben von Iren voraltern nit wÿtthers hoeren wÿsten oder Saghen dan sie gewÿsten haben und gebetten sie wÿtthers nit zo belaiden Et quo ego Johannes Wetzel de Marceto

...

1528

"Nah dem sich eyn zeitlanck fer Irrongen und gebrechen zusten ..."
Philipp Jakob von Helmstatt hat Schwierigkeiten mit der Abtei Mettlach wegen der Güter und Gerechtsame zu Merchingen, kauft schliesslich Merchingen zurück. (Felsberg S. 250, SA Trier 1670/349 4º fol. 276v-278r)

1549

Die Eheleute Wilhelm und Else wohnhaft in Merchingen bei Merzig verkaufen 1549 dem Kloster "des gottshuß zu den Reuerinnen ordens sanct claren" in Trier einen jährlichen Zins von zwei Malter Roggen und zwei Malter Weizen auf genannte haftbare Güter in Merchingen. Dieser Zins wurde 1552 von Philipp von Warsberg in Trier abgelöst. (AD Metz 6F59)

 

Wir Wilhelm und Else eluede wonhafftig zu Morchingen gelegen oben an Mertzig Thun kund und bekennen uffentlich mit dießem brieff vor unß unßere erben und nach kommen daß wir hain angesehen unßer bezurnglich noitturfft groessern unßern schaden zu vorkommen und hain zwey malter Rocken kornß und zwey malter weißes dürre uffrichtiger Leibericher Frucht Trierischer maissen jarlichen erblichen zinßes alle jarß zu den winachte uff unßren kosten zu Trier ain ortten wir bescheiden wurden guetlichen zu Leibern und wol zu bezalen verkaufft und verkauffen vest stede wanilich und erblich ain dießer schrifft den wuerdigen und geistlichen junffrawen Catherina abtisse priorissin und Convent des gottshuß zu den Ruwerins ordens sanct claren bennent Trier welche solche zwey malter rocken korns und zwey weißes jerlichen erblichen zinßes zu nutz und urbar gemelt cloisters und unß recht und redlich kaufft haint vor sich und ire nachkomme uff vorgh ziels zu Trier in iren sicheren behalt Ewancliche und erblich zu heben zu heischen zu fordern zu genießen und zu gebrauchen umb dru hundert guld sleigten Trierischen paiamentz wie in der stat Trier gebe und geneme ist die wir von den gemelte abtissin und Convent deßhalb dar gutlich und zu danck entpfange hain vor gemechs dießes brieffs darumb hain wir Wilhelm und elße eluede vorgh gelobt und versprochengloben auch und versprechen zu guten Erbaun vesten sted waren treuwen vor unß unßere erben und nachkommen den selbigen äbtissin und Convent und ire nachkome solche zwey malter Rocken korns und zwey malter weißes jerlichen erbliche zinßes hinfireter alle jarß uff vorgh zils zu Trier in ire gewarsame und sicher behalt guetlichen zu liebern zu handtreiche und wol zu bezalen Also da keiner Zeit einiche brest summich oder hinder niß davon sin soll einicher handt wiß und damit obernante aptissn und Co(nvent) und ire nachkomme des also gantz sicher und gewiß sin machen hain wir Wilhelm und Else eluede vorgh innen wilkürlich darfür verlaiht zinßbare und angriffig gemacht verlihen auch machen zinßbar und angriffig chrafft dießes brieffs Ein unßer wondhaus gelegen zu Morchinge hinden und vorn mit synem begrieff und zubehoere oben zu Herr Johann von Bekinge nieden zu Jacob Schnider ith in der gewanne von Morchingen herab zu Mertzig zu zehen morge ailler landts ith dru foder hav weiß gelege von Morchinge herab zu Mertzig niedent bei der gewanne bey der schaiffsbruck ith in der gewanne obent dem dorff zu dem Gleiderwege zu seß morge ackerlandts ith in der gewanne hinder der kirchen uß in der mueß gewannt ungevelich sieben morge ackerlants sampt den Rorgfeld zu allen obgh grunt felden gehorig ith ein foder hav waiß in der wießen in gaderbaum ith in der saissenbroich ein foder hauv waiß ith in der grintzenbroich dru foder hauv waißtums ith obent dem dorff gelegen Eyn wiesen gruntgen genant Wentzenbroich zwey fertger hauv weißtums die unßer frey gront eigen und niemants weiter dan dem grunthern sine zinß zehend und andere gewandliche dinst zu gelten und zu thun verpflicht sint, die wir auch durch gerichts hain thun besichtigen und erachte auch befund daß sie solchen zinß jerlichen woll ertragen mage der maissen und gestalt abe wir eluede unßer erben oder nachkomme an bezalung und lieberong die vier malter frucht jerlichen zinß in maissen und wie obstet einichhandt wiße sumig werden, so erkießen und verwilküren wir eluit uber unß unßere erben und nachkomme, daß alsdann obernante aptissin und Convent oder ire nachkomme sollen und moigen durch sich selber oder wen sie dartzu verordnen mit dießem brieff oder einer glaubhafftigen abschrifft desselben gestracks hantslagen an unßer vorgh verlaihte erbschafft sich mit dem zu Morchinge darinn lassen setzen und ergenen die selbe zur stundt alß verwilkürte underpfande vor ire haupt gelt alle ußstandige zinß sampt erlittenen kosten und schaden ferner zuversetzen zuverpfanden zuveraussern zuverwenden oder selber zu behalten und damyt zuthun und zulassen alß mit anderen irreß cloisters eigenen guetern darauv wir sie mit irren noch hinderen Sunder dießes kauffs und aller vorgh sachen gantze gude volkommen werschafft thun und dragen sollen und wollen bis und gegen einen iedern da die noitturfft und recht erforderen und der wieder nymmer konnt thun noch schaffen daß gethan wurde einicher handt wiße heimlich noch uffenbar ußgescheid alle argelist und geferde und dieße dinge zu verkundt (......) gantzer stedigkeit Bekennen wir adams johann und rainer hanß von Morchinge beid scheffen des gerichts darselbst und gelen hanß jacob auch ein scheffe und ein hochgerichts meyer heinrichs johann Feltzberger meier und jacob schnider Freistroffer meier alle daßelbst wonhafftig daß wir die vorgh verlaihte erbschafft eracht hain Erkennen auch daß sie solchen zinß ertragen mage und des haupt gelts dobell werdt sie wir und unßer nachkomme Scheffen zu Morchinge wollen und sollen auch in jeder Zeit So es aun unß von gerichts wegen lanngh wirdt daran sin und verfuegen daß die obgh aiptissin und Convent und ire nachkommen der vorgefurten vier malter frucht jerliches wol entricht und vernoigt oder der gemelte erbschafft mechtige und darauß irres haupt gelts aller verstandener zinß auch kostes und schadens gwiß sollen werden an alle verhinderung und alß darumb derweill wir uber dueß alles verkundt entpfange haben wir solchs an unßer mit scheffen braicht es Solches alles zu waren erkunt und vester stedigkeit So haben wir Wilhelm und Elße eluede obh flißlich erbetten und biten den Enueste junckher johann von warsburg als ein grunther uber obgh behußung und etliche gueder und auch mit hochgerichtsher daßelbst daß er sin ingesigel will henk vor unß an dißen brieff alle obgh artikel zu bekrefftigh welchs ich Johann von warsburgk obgh umb flissiger bit willen der obgh elude Wilhelms und Elßen mein Ingesigel an diesen brieff gehangen haindoch mine allewege anschad gern gethan Erkennen alle dinge zu uber zugen gebenn im jar unßeres (....) fuffzehn hundert vuertzig neun uff freitag nach Elisabeth

Mitte 16. Jh.

Mercator-Karte "Lotharingia ducatus" verzeichnet: Murchingen.

1567

Türkensteuer, Sondersteuer zur Abwehr der Türken

Merchingen:

Seigneurie de Felsberg:

Gatzen Hans,
Adams Anthon,
Mathis Meiger,
Johanns Eidam

3 Feuer.

Seigneurie de Monkler:

Weber Theis,
Mergen Johann,
Thill Müller,
Thill Müllers Endres,
Thillen son Hans,
Mathis Steinmetz,
Meiers Johann

7 Feuer.

Seigneurie de Warsberg:

Hans Reuter,
Jacob Schneider,
Law (Lawer) Claus,
Michell,
Ehwe witwe

5 Feuer.

Seigneurie de Dalheim:

Johann Steinmetz

1 Feuer.

Zusammen

16 Feuer à 2,5 Frs.

 

Somit könnte Merchingen etwa 80 bis 90 Einwohner gezählt haben. (Ehl S. 27)

 
1587

Weisthum

Merchingen bei Merzig
d. D. 17. September 1587
Landesarchiv Saarbrücken, Abteilung 14 Nr. 191

 
 

Herzogthum Lothringen
Amt Busendorf
Bouzonville
Dorf Morchingen
N. 2

 

In Gottes Namen Amen Khundt und offenbar Sey allen und Jeden So diß gegen würdige Instrument sehen laßen oder hoeren laßen daß auf heut den SiebenZehenden Semptembris deß Jarß alß man Zalt nach Christi unsers heilands und Seligmachers geburdt FunffZehen hondert Achtzig und Sieben Zu Mörchingen Im dorff umb die sieben Uhren vor mittagh Erschinen Sint der Eddel und Ehrunest Eckbartus von wachtendunck Alß Amptmann In Namen deß wolgeborn herEn und Graffen von Sain herEn Zu Monckler und Mainßberghs Diederich von Alff In statt der edlen herschafft Zu welßbergh und Jacob Metzger zu Mertzig Auch von wegen der Edlen herschafft zu freistroff An einen und dan anden die Erbare Meier schoffen und gericht Zu Mörchingen mit Namen Thiell Muller Peter Muller Adamß Johann Hanß schneider Johan meier zu bachem Meierß peter Caspar Alle zu Mörchingen Andern theilß und haben die obgh Eckbert von wachtendunck und diederich von Alff Erstlich vorbracht und Zuer kennen geben So wie umb vielfaltiger nothwendiger ursach halber den obgh dag Cunndig Angesetzt haben und zu frieden worden daß sie deswegen Auff solchen bestimpten dag gehen den scheffens durch Recht hören und brauchen wollen und darauff den scheffen mit Acht außgemant Zu erkennen ob eß Zeit stundt Jar, und dagh Seÿ daß die herEn zu Morchingen khunen Aihtlich handlen wie Recht damit Jedem herEn mörchingen wider fahre waß Ime Zusteht und Niemandt unrechten beschehe

1.

Darauff der Erbare Schoffen mit recht erkandt Ja daß Seÿ Zeit und stundt Jahre und dagh da daß die herEn zu Morchingens handlen mogt mit Recht von Sieben uhren Ahn biß mittagh lang Inen geliebe

2.

Zum andern Ist Jacob Metzger vorgestanden und sich Erclert wofüren man die schoffen brauchen wurde der besthaubter halff, So wolt er nit dabeÿ sein dan habe darvon kein beunlihen und Bitt darfür, begert dieses Articuls halff ein dag VierZehen delation Auff daß er solchs seinen herEn zuschreiben khune

Dieser punct Ist durch bewilligung daß von wachten duncks dietzen von Alff Auch vorbitt deß Erbaren schöffens hingestalt worden biß auff nechst Zu kunftigen den Sechten Octobris diß Ablauffenden Jarß p 87 wieder darin Zu handlen waß Recht ist

3.

Zum dritten Ist der Schöffen Anßgemant Recht Zu bringen ob auch ein herE dorffs Mörchingen ohne die andere mit herEn daselbst Zuerhaltungh seiner haben gerechtigkeit den scheffen Zu brauchen habe, oder nit, und daß wie Recht

Antwort der Schöffen Ja wanne ein neuirer Ankommene her queme So nit wuste umb sein gerechtigkeit oder einer mangell hette an seiner gerechtigkeit wieviel oder wenig Ime an Rendt guldt und gerechtigkeit Zustendig Seÿe, so seien, demselbigen schuldig zu weisen Alleß waß Recht ist,

4.

Zum vierdten Ist der Schoffen Außgemandt worden mit recht zu weisen. Bann und BeZirck deß dorffs Morchingen worinnen Zeichen EicHen und gemarken Auff daß ander biß daß man kommen da der Schoffen Angewiesen hatt. Hierauff erkent der schöffen und weÿset mit Recht Ban und BeZirck und hochgericht zu morchingen und hebt an beÿ stille hobstatt da stehe ein stein. Davon dan beÿ Ziegelborenn hinden daran stehe auch ein stein fortt biß In die kaull, In wolffs Rechen, unden Mertzig oben Morchinger den patt langß auff den Mannen burger weg, da steht auch ein stein, Zwuschen den Morchinger und Brotdorffer da fortt auff, noch auff ein stein zwuschen Morchinger und Brötdörffer Davon dan In Kremerßloch, biß in ein Birrbaum, da fortt steht noch ein stein, Davon das biß in ein Eichen Davon dan biß auff den Rant langt, neben hontzer Ban, biß an den Schaffspatt da stett ein stein, Scheidt Morchingen und Buetzen dem buetzer drauff nach, biß an ein platz da die fraue umbkommen ist Davon richt ein Anffelt hierin, biß In Lautweins fellt steett auch ein stein, Davon uber In die wirffelß heck, Davon dan biß In dirrnholz, In die grae eichen, Davon dan dem drauff langß, biß in ein hache dorn Davon ab biß An die Teuffelß greth Dieselbige gracht, "ab "biß In die Lanntzhecken die lang heck langß, biß in Grüntgerbrücher, die Anffelt ein, biß in die bachen, von der bach Auff, biß an hirdenthall Davon hagh hierauff, biß An den Mertziger weg Den Mertziger weg, langß, oben mertziger, unden mörchinger, Den weg auß Biß an den gadter stett auch ein stein Beÿ stillen hobstatt da man diß hochgerichts Ban, und BeZirck Angewiesen hatt p.

5.

Item Zum funfften Ist der schoffen Außgmant Recht Zubringen und Zu erkennen wer Nhun In obgh und BeZirck und hochgericht herE Seÿe genad ungnad zugeben habt, und daß mit Recht, Hierauff hatt der schoffen mit Recht zuerkant dem wolgebornen herEn und Graffen Sainen, daß halff theil von wegen deß hauß Monckler, Daß Ander halff theill der herschaft Velßberg und Freüstorff seine Ban hochgerichts und gront herEn doch sp somt ein gristlich oder weltlicher were und einige gerechtigkeit darinnen hette, demselbigen nichts abgebrochen p.

6.

Zum sechten Ist der Schöffen außgemant worden Recht Zubringen. So ein auß wendiger oder Inlendiger Binnendt den Ban und beZirck Mörchingen sich mit handt oder Mondt vergriffen hette , und strafflich were, were den angriffe Zuthun hette und wo man denselbigen hinfuren solle und daß mit Recht p.

Hierauff erkent der Schöffen So ein Mißthettiger In dem vorgh hochgericht befunden So sollen der gemein herEn diener Zu Mörchingen denselbigen Angeriffen und erstlich gehen Monckler, volgenß von Monckler gehen Velßberg, und von Velsberg gehen freüstroff, alles nach willen und gelegenheit der gemein herEn In gefengnuß Inlibern

7.

Zum Siebenten Ist der schoffen Außgemant worden Recht zubringen wen Nhun der Mißthettig weitter strafflich were, wie, wer, und wo man denselbigen straffen solle und daß mit Recht

Darauff erkent der schoffen man solle den mißthettigen auß der gefengniß wieder gehen Mörchingen fuhren da dan die gemein herEn Ir stock und hochgericht stehen haben daselbst solt er nach seiner mißethatt selbst Eigenen bekentnuß und scheffen weisthumb gestraff werden mit recht ,

8.

Zum Achten ist der Schöffen Außgemant worden Recht zubringen wer Nhun dan Zu Morchingen Meine Botten gericht und Recht Zusetzen , und Zuentsetzen, gnad, und ungnad Zu geben habt , und daß mit recht.

Hierauff erkent der schöffen Ein jeder herE habe seine Meier Zusetzen und Zuentsetzen waß aber scheffen und Botten anlangt, gnad und ungnad Zu geben, dem hochgericht anhengisch ist, daß haben die gemein herEn Zu mörchingen Zuthun sampter handt gleich wie man daß hochgericht erkent ,

9.

Zum Neunten Ist der schöffen außgemant Recht Zubringen wer in dem Ban und hochgericht Zu Jagen und Zu fischen habe fundt plumpff und demselbigen anhengig ist Zu stehe

Hierauff erkent der schöffen solche gerechtigkeit stehe alles Zu den vorgh gemeinen hochgerichts herEn.

10.

Zum Zehenten So ein erbkauff in ban und beZirck mörchingen waß den herEn meier gericht und botten davon bescheine

Eß erkent der scheffen So ein erbkauff beschehe und drei viertzehen tagen durch den botten von der kirchen auß geruffen wurde, wirdt den hern davon mihts Meiern und gericht haben davon neun maßen wein und der bott von Jeden Ruff ein maß von iedem rfftrag dem richter da guter hinder ligen auch ein maß,

11.

Zum eilften Ist der scheffen außgemant Recht so tag satzung Zu Morchingen anZusetzen weren wer die selbe anZusetzen und Zuernennen habe, wie von als... und recht

Antwort der schoffen wan man tagsatzung nottig gewesen, So habe man erstlich darumb Auf Monckler bey der herschafft angesucht dieselbe haben alß dan solcher durch der gemein herEn botten den andern herEn laßen anZeigen, und also sein sie der tagsatzung derauf Zufrieden worden p.

12.

Item Zum Zwollfften nach dem einer gewesen Zu morchingen genant hosen Claß gewesen So durch die gemein Mörchingen in offentlichen diebstall erfunden und daruber mit seinem anhang entwichten deßwegen er Zu dreÿen VierZehen tagen und Zum uberfluß uber VierZehen tage offentlich Citiert und außgeruffen Zu erscheinen sich Zuverantworten vor seiner oberkeit und kein mal erschienen Ist der scheffen auß gemant Recht Zubringen wie man den hoßen Claßen achtent halten sollen auch waß derselbige gegen seiner oberkeit verfallen sey und verwirkt habe p.

Hierauff hatt der scheffen ein offentlich Clage wollen wißen alß dan von die oberkeit den scheffen weiter fragen werde solt forten bestehe waß recht ist,

Darauff Clagt die obgemelte oberkeit und Zeige an Es seien etliche hamell und Geiß Zu mörchingen Nechtlicher weil auß den stellen verloren worden Also daß die gantze gemein Zu Mörchingen hauß suchen thun mußen und In hoßen Claßen stuben Im gront an die zwolff schaiff und geiß heutte von dem verlornen viegh funden welche alß man herauß gegraben So ubell gerochen Daß man dieselbige nit woll Zelen kunen Daruber Seie er Claß seins dritthumbß entwichen und seiner pferdt vier mit Im genommen daß haben die nachbarschafft also auß bracht un seie die Clag und ursach, gegen und wider hoßen Claßen, als seins haußstadts eingeweßener vorgenger und hauptt,

Hierauf Antwortt der Schoffen und erkent mit recht dieweill, der hoßen Claß In solcher untreuwen und bösen tatten offentlich erfunden, in seinem hauß und Stuben daruber außgerißen, Entwichen, und In Zeit Termin er Zu dreÿen vierZehen tagen Citiert nit erschinen, wi. .den heutt heut dato Zum uberfloß noch ein mall Citirt und Geroffen Abermal nit erscheint, sich mit Recht Zuverantwortten p

So seine gutter verlaßenschafft Beweglich, und unbeweglich Der oberkeit heimgefallen Darmit Zuthun und Zulaßen, wie jenen geliebet und gefelt und so er hoßen Claß, wie der Zu Landt kommen wurde, und sich und nit verantwort mit recht, solt er seiner Mißthatt nach weitter, am leib gestrafft werden, wie Recht, Da aben beÿ Ime weren geweßen unmündige kinder So mit geßen hetten durch unverstandt, Sollen In der herEn gnaden sehen p

Acten ut Supra ,
Thilmanus offere notarius und Tabellion s p ppria

1589

Steuerliste des Amtes Siersberg

Zu Merchingen ist Ihre fürstliche Durchlaucht (der Herzog von Lothringen) allein Souverain. Sonst ist dasselbige Dorf von den Herrschaften Moncler, Felsberg, Warsberg und Dalheim herrührend und angeben durch Peter Moncler Meyer.

Scheffer Heinrich, Taglöhner armReinertz Caspar
Wendells ThiellMöller Endres
Krieger HansSteinmetz Nilges
Hosen Hans KuhhirtWilhelm Steinmetz
Schneiders PeterPeter Müller
Clais lawerGellentz Matthis
Schneider HansScheffer
Adams Johann,Peter Munkler Meyer
BastgenHeinrichOster

Insgesamt bei 17 Haushaltungen 14 Frs. Der Meyer und die Hirten waren frei. Einwohnerzahl etwa 85. (Ehl S. 38)

 
1590 Ein Teil des Merchinger Bannes gehört zum Hochgerichtsbezirk Merzig. (Kell I S. 368)

1591

Eine Frau aus Merchingen und ihr Sohn werden als Hexen hingerichtet. (Hist. V. IX S. 258)

1593

Lawers Barbel aus Merchingen wird als Hexe hingerichtet. Sie beschuldigt die, die gegen sie zeugten, Schwester Susanna und Sohn Lorenz. Die beiden werden gleichfalls hingerichtet. (Ehl S. 32 ff.) Bevollmächtigte bei den Hexenprozessen: NikolausWeiß, Amtmann der Herren von Sayn und Montclair, Endres Meinrad, Befehlshaber der Herrschaft Warsberg, Paulus Hoffeld, löwensteinischer Amtmann zu Freisdorf. (Ehl S. 32)

1594

Meier Pötter aus Merchingen der Hexerei angeklagt. Ausgang unbekannt. (Hist. V. IX S. 265)

 
1608

Die Herren von Felsberg sind Mithochgerichtsherr und allen Obergericht von Mörchingen. Die Merchinger Abgabe an Felsberg beträgt u. a. 216 Eier, zu Ostern einen Kuchen von 40 Pfund und jährlich ein Zinsfaß Salz. (Ehl S. 32, AD Metz 1E30)
Von diesem Dorfe hat Haus Velßberg den vierten Teil und ist mit Hochgerichtsherr mit aller hoher Obergerichtsbarkeit und Gerechtigkeit mit Gebot und Verbot und Frevelbußen. (Felsberg S. 269)

1610

Musterung in Merchingen für den Milizdienst

 
  • Meyer Mathis, seines Altertums ungefähr 40 Jahre.Derselbig hat einen Sohn bei sich, ungefähr 20 Jahr ist stark Junggesell.
  • Remis Kaspar, ein Ackersmann, ungefähr 50 Jahre alt hat einen Sohn bei sich verheuratt, 30 Jahre alt, ferner hat er noch zwei Söhne, der eine Pet, der andere Jakob genannt, über 18 Jahre. Sind vor zwei oder drei Jahren ins Teutschland gezogen, wissen nicht, an welchem Ort sie sich aufhalten. Item hat er noch einen Sohn, so geistlich und in dem Ort Wadgassen Konventual.
  • Müllers Katrin Tochtermann Lorenz, 28 Jahre, hat einen Dienstknecht, von Merzig gebürtig, 18 Jahre.
  • Nikolaus Schmalz, Tagelöhner, 30 Jahre.
  • Weber Theis Michel, auch ein armer Taglöhner.
  • Steinmetz Nilis, gemeiner Herren Bot, ein Ackersmann (hat einen Sohn bei sich verheuratt).
  • Peth, Montkler Meyer, Ackersmann, hat einen Sohn bei sich verheuratt.
  • Peth Müller, Felsberger Meyer, hat seines Bruders Sohn Hensgen, ungefähr 20 Jahre alt, bei sich, ein Spielmann.
  • Adam Johann, ein Ackersmann, hat einen Schwager bei sich unter 20 Jahren, etwas spruck (schwächlich?) hat einen Dienstknecht aus dem Saargau gebürtig, 30 Jahre.
  • Adam Hans, ein Ackersmann.
  • Ost, Freisdorfer Meyer, hat einen Tochtermann bei sich, 20 Jahre, ein Sohn ist ins Teutschland gewandert.
  • Meiers Ludwig, ein Ackersmann.
  • Mathis Ginting, ein armer Taglöhner.
  • Scheffers Petgen, ein Leineweber.
  • Wendels Thiell, ein Taglöhner.
  • Schneiders Gertrud, Witwe, hat einen Sohn bei sich, 24 Jahre, und noch einen in Merzig dienen.
  • Reinhards Hans, ein Taglöhner.
  • Klein Theis, ein Zimmermann.

Auf Befelch und geheisch Monkler Meyer durch mich signierten unterschrieben Adamus Meier offere Notarius imperialis. (Ehl S. 23)

 
1614

Johann Ludwig von Hohensaxen, Herr von Felsberg, tauscht das letzte Viertel von Dorf und oberstem Gericht Merchingen, das er von den Herren von Flersheim erworben hat, mit Laudwein von Bockenheim, Amtmann auf Siersburg.

Das Viertel erbringt:

  • 5 Franken,
  • 2 Hühner,
  • 1 Schwein,
  • ein Viertel des jährlichen Zinses,
  • 1 Faß Salz,
  • 216 Eier,
  • 24 teurere Hühner,

insgesamt fast 100 Franken. (LA Saarbrücken 14/540)

1618

Ausbruch des 30jährigen Krieges.

1643

Mörchingen ist unbewohnt. (Ehl S. 39)

1647, 1649, 1664

Rechnungen Siersberg (LA Saarbrücken, 14/223)

1649

Was Morchingen, Nittel, Besseringen, Dreisbach, Siersdorf, Beuren, Itzbach und Hemmersdorf anlangen tut, hat niemand den Impost, so wegen großer Armut unter den Menschen, steigern wollen (Die Steuererhebung wurde zu damaliger Zeit versteigert) Jacob S. 86 (siehe vor)

wird fortgesetzt...