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Ballern
66663 Merzig, Kreis Merzig-Wadernwww.ballern.de
letze Änderung: 10/12/2004

siehe auch Ripplingen & Rech


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Ortsverzeichnis

historische Photos von Ballern
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Die Kapelle Ballern vor dem Abbruch 1941


Luftbild von Rech in aus den 50er Jahren


Ripplingen vor dem Ersten Weltkrieg

Die Burg / das feste Haus von Ballern

Das Haus von Baldringen steht noch heute! Es ist ein von der Fam. Johannes bewohntes Bauernhaus, Ecke Reitweg / St. Georg-Straße, oberhalb des Dorfbrunnens neben Gasthof Laux (heute "Conny's Bistro).

Die Geschichte von Ballern
Quelle: www.ballern.de

Der Name: 1364 Balderingen, so auch 1366, 1369, 1371, 1377, 1387; 1390 Balderingen, Baldringen; 1519 Baldringen. Der Name bedeutet Sippe und Sitz eines Balder oder Baldheri. Auch im Kreis Saarburg gibt es den Sippennamen (SN) Baldringen, 1036 Balderingen. Vergleiche auch SN Baltersweiler, Kreis St. Wendel, 1492 Baltersweiler.

Römer: "Bei der Trockenlegung der Ballerner Wiesen an der Saar schnitt der Reichsarbeitsdienst in einer Tiefe von etwa 1,50 m einen künstlich angelegten Kiesweg an. In der Nähe fand man römische Gefäßscherben."

Franken: "Frankengräber sind in Schwemlingen, Ballern, Fitten, Hilbringen und Silwingen aufgedeckt worden."

1036

Baldringen

1202

Balderingen

1364

Die Brüder Johann und Heinrich von Baldringen und Johann Henikin, Sohn des Walen von Baldringen, verkaufen dem Kloster Mettlach all ihre Güter zu St. Gangolf, Bergen, Stalle und Besseringen.

 

Sage: Im Scheidwald bei Schwemlingen soll einmal ein einsamer Klausner gehaust haben, zu dem sonntags die Einwohner der umliegenden Dörfer pilgerten. Dazu erzählt die Sage: "Auch der Ritter von Baldringen hörte hiervon und sogleich begab er sich zum Brunnen. Er schalt den Klausner, daß er ohne seine Erlaubnis auf seinem Grund und Boden lebe und von seinem Quell trinke. Der Klausner entgegnete, in Unwissenheit habe er dies getan. Der Ritter glaubte sich verspottet und gab zur Antwort, des Klausners künftige Wohnung sei der Turm der Burg zu Baldringen. Doch er erhielt die mutige Antwort, auch dort sei er – der Klausner – des Schutzes Gottes teilhaftig. Mißmutig ritt der Baldringeer von dannen."

1366

Henri von Baldringen in Diensten der Stadt Metz, auch noch 1369.

1369

Balderingen

1371

Johann von Balderingen, Burgmann auf Montclair, besitzt Güter zu Berge von Montclair zu Lehen. Er verkauft sie dem Kloster Mettlach.

1377

Friedrich von Montclair anerkennt, daß das Kloster Mettlach von Johann von Balderingen ein Lehen gekauft hat.

1387

Erwähnung (Erw.) Reinhold von Balderingen. Er siegelt eine Urkunde seines Onkels Nikolaus von Redelingen.

1390

Arnold Backen von Baldringen besitzt einen Anteil der Wiesen " in den wenigen Ellen". Reinhold von Balderingen ist Vasall des Hirsel von Hohenbach.

1396

Johannes der Wale von Baldringen verkauft seine Güter in St. Gangolf, die er von Mettlach zu Lehen besaß.

1398

Johannes Hennkins, Sohn des Walen von Balderingen, verkauft seine Güter zu St. Gangolf mit einem Teil des Waldes Ritterbusch und mehrere Wiesen zu Mettlach. Erw. Johann von Balderingen.

14. Jh.

Erw. Wall von Baldringen. Nach ihm heißt das Ballerner Gut "Walengut".

1402

Reynolt und Margaret von Balderingen verkaufen ihr Edelgut zu Freudenburg an Johann von Montclair.

1404

Johann von Baldringen wird von Bürgern der Stadt Metz gefangen.

1418

Erw. This de Balderenge in Metz.

1427

Die von Baldringen besitzen noch Turm, Haus und Hof in Ballern. Sie haben Güter zu Büdingen, Kemmern und Wochern und besitzen Lehen von Montclair. Erw. Reiner von Baldringen.

1429

Johann von Siersberg-Dillingen leiht dem Johann von Baldringen 40 Goldgulden.

1443

Elisabeth, Tochter des Arnold von Sierck, verheiratet mit Eberhard von Sayn, erhält die Herrschaften Montclair, Meinsberg, Freudenburg und Baldringen zu Lehen.

1489

Peter von Baldringen zu Monkler bei der Abfassung des Kirmesrechts zu St. Gangolf.

1505

Gerhard Graf von Sayn, Herr zu Montclair, belehnt Philipp von Hoyemburg mit dem Turm zu Balderingen im Sarkauwe nebst allem Zubehör als rechtem Mannlehen.

1519

Einwohner von Baldringen:

 

Bosen Peter Drieschmeyer (Trierischer-Meier) seelen Hensgin, Johann von Mensbergh, Khymalen Mathis, Plimmertz Petter Witwe, halb; Conrot Schnider, Fladers Mathis, Kuhhirt; Kwyrins Scheffer; Olimmertz Clesgin, obit (tot); Johann Emmichs Witwe, obit; Born Mathis, obit; der Scholtheiß, obit. 8 Feuerstellen (Haushalte)

Mitte 16 Jh.

Mercator-Karte Lotharingia ducatus: Balderingen.

1566

Türkenschatzung: Steuer zur Bekämpfung der Türken. Baldringen: Bernhard, Brim Trein, Witwe; ihre Söhne Hans und Peter, Schiff Theis (der Herren von Vaudemont Hofmann), Johann Triers Meyers, Con (des Herrn von Vaudemont und Haracourt Hofmann). Steuer: 7 Franken.

1587

In Baldringen wohnen: Mattheis wiss, lothringischer Schultheiß, Trierisch Meyerschem Witwe, Weber Johann, Borsch Johann, Sellen berentz Johann.

1588

Bor Johanns Frau Margreth aus Baldringen in Merzig als Hexe angeklagt. Zeugen aus Baldringen: Appollonia, Greth und Marey. Meyer Theis aus Baldringen Zeuge in einem Hexenprozeß gegen Kätchen von Wellingen.

1589

Elisabeth von Harancourt verkauft dem Landtwein Bockenheimer, Rentmeister in Wallerfangen, Gerechtsame und Einkünfte in Ballern.

1603

Triersch Meyer Engel aus Ballern als Hexe gerichtet.

1615

9 Haushaltungen, 5 ½ Steuerpflichtige in Ballern.

1618

Beginn des 30jährigen Krieges.

1621

Balderen

1624

9 Haushaltungen in Ballern.

1656

Der Amtmann Wolf Friedrich Zoller zu Dagstuhl verpachtet den herrschaftlich freien sog. Haracourtschen Hof zu Ballern im Saargau an Nikolaus von Castell auf drei Jahre. Noch 1789 wird hier ein "Harcardisches Gut" erwähnt. Die Dorf-Renovatur zählt als Einwohner auf: Sellen Theis samt dem Himmersdorfer, Connen Jakob, Scholtzen Otto, Mattheis Trierschmeyer, Nikolaus Sellen von Cohnen, Philips Helfenbein, Peters Hans, Matthes Biehl Wittib, Claus Castler.

1661

Harancourt, Vasall von Montclair, verkauft dem Freiherrn Franz von Sötern-Dagstuhl Güter zu Ballern.

1663

Der Krieg hat die Gegend entvölkert. Die sieben Orte der Obermeierei Saargau, Hilbringen, Ballern, Rech, Ripplingen, Fitten, Mondorf und Silwingen zählen zusammen noch 16 Einwohner.

17. Jhd.

Karte "Ducatum Latharingiae" von Sanson, Abbeville verzeichnet "Balderingen".

Ca. 1700

Baldern ist adliger Freihof.

1720

Baldern ist ein freiadliger Hof mit 8 Gärten.

1730

Rheinkarte von H. Sengre: Baldren.

Um 1740

Karte "Mosellae et Sarae Fluvii Delineatio" von J. L. K.: Baldern.

1750

Ballern zählt wieder 32 Haushaltungen.

1778

Ballern zählt 5 Ackersleute, 9 Tagelöhner, 4 Bettler. Die Herren von Bock als Erben derer von Petringen und die Herren von Dagstuhl besitzen freie Häuser und Hofgüter in Ballern. Ballern gelangt zu Frankreich. Zehntherr bleibt der Abt von Mettlach.

1789

Beschwerdeheft (Cahier des doléances) Die Darstellung des Grundbesitzes der Pfarrei Hilbringen erwähnt Peter Claus von Balder und Philip Helfenbein von Balder.

1790

Ballern kommt mit Rech und Ripplingen zum Moseldepartement, Arrondissement Diedenhofen, Kanton Sierck.

1803

Ballern, Rech und Ripplingen zählen zusammen 263 Einwohner.

1810

Anlage einer Ziegelei in der Trääf durch Michel Kerber, 1914 durch Peter Kerber stillgelegt.

1814

Durch den 1. Pariser Frieden kommt Ballern mit Rech und Ripplingen wieder an Deutschland. Die Orte unterstehen der österreichisch- bayrischen Landesadministration in Kreuznach bzw. Worms: Kreis Trier, Kanton Merzig, Bürgermeisterei Hilbringen.

1815

Aus einem Teil der Söternschen Güter in Ballern wird ein landtagsfähiges Rittergut gebildet.

1820

Ballern zählt 27 Wohnhäuser und 153 Einwohner.

1832

Ballern zählt 30 Wohnhäuser und 180 Einwohner.

1833

180 Einwohner

1835

Das Rittergut Ballern wird aufgelöst und parzelliert.

1839

Nikolaus Jungmann wandert mit vier Personen aus. Ziel unbekannt.

1843

Ballern zählt 33 Häuser, 198 Einwohner. Ballern, Rech und Ripplingen zählen zusammen 477 Einwohner.

1845

Mathias Kohn und Mathias Kerber wandern nach Nordamerika aus.

1846

Johann Kuhn wandert nach Amerika aus, Michel Seiwert nach Nordamerika.

1847

Nach Nordamerika wandern aus: Jakob Johannes, Leineweber, seine Frau Margarete Reiter, seine Kinder Anna Maria, Margarethe und Karl Johannes mit Frau Maria Tinnes und Sohn Johann Karl, Michael Rock, Hufschmied, mit Frau Anna Leick und Kindern Michael, Philipp und Johann.

1851

Johann Seiwertz wandert nach Nordamerika aus.

1852

Die Gemeinde besitzt ein Haus, in dem früher das Jahrgeding abgehalten wurde. Es wird später verkauft und zur Scheune umgebaut. Für Ballern, Rech und Ripplingen wird eine eigene Schule errichtet (30 Jungen, 31 Mädchen).

1860

Matthias Seiwert, Krämer, wandert nach Luxemburg aus.

1861

188 Einwohner

1863

Ballern zählt 290 massive Häuser, 12 Fachwerkbauten. 219 sind mit Ziegeln oder Metall gedeckt, 75 mit Stroh.

1864

1864 Ballern, Rech und Ripplingen zählen 448 Einwohner, eine Schankwirtschaft. 14 Häuser sind mit Stroh gedeckt.

1865

In Ballern ertragen 54 Morgen Lohhecken 176 Zentner Lohe. Errichtung einer Ziegelhütte in der Trääf durch Jakob Entinger. Sie wird 1895 stillgelegt, 1907 abgerissen.

1867

Johann Baltes wandert nach Nordamerika aus.

1868

Übergang einer Ziegelhütte von Johann Baltes an Gebrüder Dorbach.

1871

36 Häuser, 168 Einwohner. Nikolaus Glaeser wandert nach Nordamerika aus.

1894

Ballern zählt 159 katholische Einwohner.

1895

32 Häuser, 184 Einwohner.

1898

Die Ziegelhütte von Peter Baltes in der Trääf wird stillgelegt, 1904 abgerissen. Begründung einer neuen Ziegelei durch die Geschwister Kerber, Ballern. Spätere Ziegelei Mischler.

1905

36 Häuser, 206 Einwohner.

1922

Volkszählung: Ballern hat 560 Einwohner.

1939

Beginn des 1. Weltkrieges. Erste Evakuierung.

1941

Die Ballerner Kapelle wird abgerissen.

1944

Am 30.11. wird Ludwig Ollinger aus Ballern an seiner Wohnung durch Granattreffer getötet.

1949

Gemeinderatswahl am 27.03., Sitze: 5 CVP, 6 freie Liste.

1951

Am 23. September Grundsteinlegung der neuen Kapelle im früheren Ortsteil Rech.

1952

Ballern zählt mit Rech und Ripplingen zwei Schulklassen, einen Lehrer, eine Lehrerin, 62 Jungen, 26 Mädchen. Es gibt in Ballern 39 Pferde, 270 Rinder, 451 Schweine und 115 Ziegen.

1974

1974 Im Zuge der Gebietsreform tritt Ballern mit Rech und Ripplingen als Stadtteil zur Stadt Merzig.

Quelle:

link www.dillschneider.de