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Jägersburg
letzte Änderung: 18/2/2008
 
 
«Gustavsburg» | Bild: Christian Bohr link de.wikipedia.org


Schloß Gustavsburg resp. Hansweiler mit Burgmuseum


Jagdschloß
das einst bedeutende Jagdschloß des 18.Jh. ist verschwunden

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Schloß Gustavsburg anro 1985


Schloß Gustavsburg ca. 1930


Schloß Gustavsburg ca. 1930


ev. Adventkirche
© link www.kirche-homburg.de


St. Josefkirche (kath.)
© link www.kirche-homburg.de

Jägersburg war schon in der Steinzeit besiedelt. Auf dem Häupelskopf finden sich Reste einer frühkeltischen Höhenfestung und rund um den Ort liegen in den ausgedehnten Wäldern zahlreiche Hügelgräber. Während der zweiten fränkischen Besiedlungsepoche um 750 entstand der Ort Hattweiler, damals Hattwilre genannt, im Bereich des heutigen Websweiler Weges und der Höcher Straße.

Unweit davon wurde wohl in salischer Zeit eine Motte oder kleine Burg errichtet, die zu dem gewaltigen Einzugsgebiet der Grafen in Saarbrücken gehörte. Während eines Zwistes zwischen dem Grafen Simon von Saarbrücken und seinem Schwiegervater, dem Stauferkaiser Friedrich Barbarossa errichtete letzterer um 1180 eine neue Burg in Hattweiler. Da der Kaiser die bisher durch das Lambsbachtal führende Salzstraße umleitete und durch das Glantal nach Bingen führte, kam dieser kleinen Burg die einträgliche Aufgabe des Geleitschutzes zu.

Die ersten urkundlich erwähnten Herren waren Bartholomäus und Salmine von Hattweiler.Diese reiche Familie verschwindet allerdings in den Wirren der Fehde zwischen den Grafen von Zweibrücken und dem Haus de Bar in Lothringen im Dunkel der Geschichte.

Die Herren in Hattweiler wechselten sich ständig ab. Die Pfalzgrafen bei Rhein, die Herzöge von Zweibrücken, und die Grafen von Saarbrücken sind nur wenige davon. Auch andere bekannte wohlklingende Namen tauchen auf, Boos von Waldeck, Richard von Steinkallenfels, Breder von Hohenstein und immer wieder die Herzöge.

Herzog Johann I. von Pfalz-Zweibrücken nutzte die alte Stauferburg als Jagdschloß und nannte den Ort in Hansweiler um. Herzog Gustav Samuel Leopold ließ die Burg erneut von seinem schwedischen Baumeister Erikson Sundal umbauen und nannte sie Gustavsburg.

Erst Herzog Christian IV von Pfalz-Zweibrücken gab dem Ort 1749 seinen heutigen Namen: Jägersburg. Von 1752 bis 1756 ließ er ein Jagdschloß errichten, das bereits im Stil des frühen Klassizismus gebaut wurde. Seinen Park legte kein geringerer als Petri an, der schon von dem barocken Muster abwich und deutliche Anleihen bei englischen Vorbildern nahm.

Zwischen 1776 und 1778 nahm Herzog Karl II. August hier Residenz, bis sein neues Domizil auf dem Karlsberg bei Homburg bezugsfertig war.

Quelle: link www.jaegersburg.de