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Naßweiler
letzte Änderung: 9/1/2008

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Naßweiler ist der flächenmäßig drittgrößte, von der Einwohnerzahl allerdings kleinste Ort der Gemeinde Großrosseln im Saarland.

Graf Ludwig von Nassau-Saarbrücken unterschrieb am Johannistag 1608 die Gründungsurkunde des Orts Naßweilers. Sie berichtet von einem Dorf „an einem eck des warnets, hinder Roßbrücken gelegen“. 14 hugenottische Auswanderer aus Lothringen hatten den Grafen gebeten „uf St. Niclaus Ban, im Warnet gelegen“ ein Dorf bauen zu dürfen. Die Namen dieser Männer sind in der Gründungsurkunde genannt: Heinrich Symon, Cuntzen Peter, Friedrich Fische von Merlebach, Chun Braun von Bettingen, Symon Fleckenstein, Hanß Fleckenstein, Eberhardt Stoffel von Eberßweiler, Bastian Nickel, Weber Nickel, Weber Joachim von Kochern, Hanß Kunckel, Symon Herzogh von Benningen, Image Peter von Fraymingen, Hans Schreiner von Vorweiler bei Berus.

Die Verwüstungen nach dem 30-jährigen Krieg, unter anderem hervorgerufen durch die Einquatierung von Teilen der Truppen Adam Dietrichs und Johann Philipp Kratz von Scharfenstein und einer darauffolgenden Pestepedemie, führten zur Flucht der Bevölkerung. Die Wiederbesiedlung begann 1669. Der Ohligmacher Pierre Jollage von Ludweiler bat den Grafen Gustav Adolf von Nassau-Saarbrücken sich in dem z„zu Grunde verbrannten Dorf Naßweiler“ niederlassen zu dürfen. Zwischen 1713 bis 1735 zogen laut der Folklinger Chronik weitere 6 Familien nach Naßweiler. Bis zum Beginn des Steinkohlebergbaues an der Saar war Naßweiler hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt.

Naßweiler grenzt in drei Himmelsrichtungen an Frankreich; die Übergänge zwischen Deutschland und Frankreich sind fließend. Bedingt durch den Saarvertrag wird unter Naßweiler von Frankreich aus Bergbau betrieben, was zu erheblichen Bergschäden geführt hat. So sank die Einwohnerzahl von 1124 im Jahre 1983 auf 760 im Jahre 2004. Ein durch die Strukturkonferenz im Jahre 2004 erstelltes Dorferneuerungsprogramm soll die Attraktivität Naßweilers als Wohnort steigern. Quelle: link de.wikipedia.org