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Schacht Erkershöhe bei Friedrichsthal
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Schacht Erkershöhe II
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Der Schacht Erkershöhe läßt sich in seinen Anfängen auf ein Flöz zurückführen, das im Jahre 1836 im Kallenberg (von der Flurbezeichnung Callenborn) erschürft wurde. Zu dieser Zeit begann auch die Ansiedlung der Bergarbeiterfamilien in Bildstock. Zur Schachtanlage gehörten vier Schächte, die zwischen 1872 und 1885 abgeteuft wurden. Der weitere Anstieg der Förderung führte zu einer Erweiterung der Flammkohlenabbaufelder nach Westen, Norden und Osten. Die Schächte wurden abgeteuft zur Rationalisierung der Förder- und Wetterwege.

Der Schacht Erkershöhe 1 liegt nördlich des neuen Friedhofs in Bildstock. Er ist heute noch in Funktion als ausziehender Wetterschacht. Der Schacht wurde 1874 angehauen. Bei einem Durchmesser von 6,50 m wurde er auf 827,60 m abgeteuft. Der Schacht Erkershöhe 2 lag direkt neben Erkershöhe 1. Er wurde bereits 1964 verfüllt. Dieser Schacht wurde 1872 angehauen, er hatte einen Durchmesser von 5 m und die Teufe betrug 775 m. Außerdem befand sich ein alter Wetterschacht mitten im Wald zwischen der Illinger Straße und dem Itzenplitzer Weiher. Er wurde im Jahre 1879 abgeteuft auf 153 m bei einem Durchmesser von 3 m. Wann genau er verfüllt wurde, ist nicht mehr bekannt. Der vierte Schacht war der Kallenbergschacht, der sich nördlich des Bildstocker Bahnhofs am Hang zum sogenannten "Roten Weg" befand. In den Jahren 1885 bis 1960 war er offen. Er diente als Wetterschacht.

Erkershöhe 1 und Erkershöhe 2 dienten zunächst als Förderschächte. Später hatten die Schächte, obwohl keine Kohle mehr gefördert wurde, immer noch wichtige Aufgaben. Schacht Erkershöhe 1 war als ausziehender Wetterschacht der Grube Maybach abgeteuft worden bis zur dritten Sohle des Helenenfeldes. Der Hauptwetterschacht Erkershöhe, der seit 1960 mit dem ehemaligen Fördergerüst des Schachts Frieda ausgerüstet ist, bewettert noch heute das Fettkohlenfeld Maybach Feld 6 und wurde 1956/58 bis zur siebten Sohle von Reden (-450 m u.NN) weitergeteuft. Erkershöhe 2 wurde als Pumpenschacht genutzt, 1922 wurde die Förderung hier eingestellt. Danach hatte der Schacht die stillgelegte Grube Friedrichsthal zu entsumpfen, um die Grube Maybach vor Wasserüberflutungen zu schützen. Auf der Anlage wurden zwei Niederdruck- Kompressoren zu je 6,5 At stationiert, die man heute noch hört. An dieser Schachtanlage wurden um die Jahrhundertwende viele Bergfeste abgehalten.

Die Schachtanlage Erkershöhe stellt das letzte noch bestehende Fördergerüst in Friedrichsthal dar.

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