saar | www.saarlandbilder.net | karte | ortsverzeichnis
Ensdorf
letzte Änderungen: 8.1.2007 / 12.3.2008
Bergehalde
St. Marien


Kraftwerk 16.5.2002


Kraftwerk 14.5.2004


Stolleneingang

Ortsteile: Viermännerwohnung

Gemeindenwww.saarlandbilder.netKarteOrtsverzeichnis

St. Marien, 1863-68 von Alexander Himpler

Steinbeilfunde belegen, dass im Gebiet der heutigen Gemeinde Ensdorf schon etwa um 2000–1000 v. Chr. Menschen gelebt oder sich zumindest aufgehalten haben. Von den Historikern als nachweisbares Gründungsdatum der Gemeinde anerkannt und akzeptiert wird der 11. April 1179. Dieses Datum geht aus einem Schutzbrief des Papstes Alexander III mit gleichem Datum hervor. Darin bescheinigt er neben den Besitztümern des Klosters Wadgassen auch ein « Allodium Boemundi », das in « Enstorff » gelegen war. Unter Allodium ist ein Erbgut zu verstehen. Man geht davon aus, das ein Mann mit dem Namen Boemund der Abtei Wadgassen dieses Erbgut vererbt oder geschenkt hat. Erst ab dem 17. Jahrhundert ist der heutige Name Ensdorf einheitlich dokumentiert.

Die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde wurde überwiegend geprägt durch die Heimatverbundenheit seiner Menschen, durch die geographische Lage und den Grenzcharakter der Region. Reste von Heerstraßen, das ehemalige römische Kastell in Pachten und die fruchtbare Ebene mit der Lisdorfer Au zeugen von einer, zumindest in den ersten Jahrhunderten, starken Fluktuation. Gute Handwerker und fruchtbare Äcker sowie die Saar mit ihrem Fischreichtum und der Möglichkeit zur Lastenschifffahrt waren Gründe für eine Ansiedlung. Als Ende des 17. Jahrhunderts der Einfluss der Kirche schmolz, entwickelte sich das dörfliche Leben in der Gemeinde verstärkt auf die Landwirtschaft und das Handwerk hin. Der Bergbau, ein neuer aufstrebender Berufszweig neben den Hüttenbetrieben, bot der männlichen Bevölkerung Erwerbsquellen und Wohlstand, allerdings auch Leid und Not durch die französische Besatzung.

Der gesamte Saarraum kam zu Frankreich und verblieb dort bis 1815. Nachdem das Saargebiet wieder zu Preußen gehörte, entwickelte sich die Gemeinde innerhalb kurzer Zeit vom reinen Agrardorf zum aufblühenden Handwerks- Handels- und Industrieort. Ihre Bedeutung wird heute durch die leistungsfähigste Grube Europas, die Grube Duhamel, das Kraftwerk der VSE und die zahlreichen mittelständischen Betriebe unterstrichen. Quelle: link de.wikipedia.org

weiter: Ortsplan & mehr Bilder