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Wolfersheim
66440 Blieskastel, Saarpfalz-Kreis
link www.wolfersheim.de

letzte Änderung: 30.11.2004


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Ortsverzeichnis

 


Der Schloßberg deutet auf eine Burgstelle
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Keltenstätten | Burgen & Schlösser

Geschichte
Quelle: www.derbliesgau.de

Wolfersheim ist sehr uraltes Siedlungsgebiet. Auf dem Höhenrücken zwischen Wolfersheim und Rubenheim befindet sich eine Grabhügelgruppe mit insgesamt 33 Grabhügeln der Hallstattzeit (ca. 800 - 500 v. Chr.). Dort wurde auch ein Skelett geborgen, das aufgrund seiner Größe von fast zwei Metern als "Wolfersheimer Riese" bekannt geworden ist. Dabei handelt es sich um einen der größten Skelettfunde aus der Keltenzeit in Mitteleuropa. Mittlerweile ist der Grabhügel des "Riesen" wiederhergerichtet und mit Sitzbank und Schaukasten versehen. Weitere Brandgräber aus dem 1. Jahrhundert n.u.ZR und Skelette mit Grabbeilagen aus dem 4. Jahrhundert wurden freigelegt.

Wolfersheim wird als Wolfirsheym 1274 erstmals urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich aber wurde Ort durch die Franken gegründet. Auf der heutigen Gemarkung Wolfersheim gab es nachweislich bis 1564 noch einen weiteren Ort: Bliedersdorf.

1547 zählte Wolfersheim 16 Bauern, nach den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges (1618-48) nur noch eben 2.

Im 18. Jahrhundert wurde der Ort zum leyenschen Besitz. Kuriosum am Rande: Für kurze Zeit (1777-1778) existierte eine "Reichsherrschaft Wolfersheim" mit dem schottischen Adligen Christian Cathcart von Carbiston. 1793 wurde die Herrschaft Blieskastels und damit auch Wolfersheim französisch. 1816 wechselte der Besitz nach Bayern. Dies blieb so bis 1918. Wie die Ortschaften Alschbach, Bierbach, Blickweiler, Ballweiler, Lautzkirchen und Wecklingen gehörte Wolfersheim ab 1814 zu Blieskastel.

Die Weltkriege richteten schwere Verwüstungen an und brachten große Verluste mit sich. Im ersten Weltkrieg fielen 16 Soldaten. Der zweite Weltkrieg forderte 24 Todesopfer. Zweimal wurden die Bewohner evakuiert. Zu Beginn des Krieges (1939/40) und in den letzten Kriegsmonaten (1944/45). Dennoch, die Schäden an Häusern hielten sich vergleichsweise in Grenzen: 1 Haus wurde total beschädigt, 5 schwer. 10 Häuser wurden im Zuge des Wiederaufbaus abgerissen. Die Gesamtschadensquote wird mit 13% angegeben. Nur ein Vergleich, Bebelsheim weist eine Quote von 74% auf, Wittersheim eine von 69%.