Meinserg
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erstellt am 14/1/2005 – letzte Änderung: 25/9/2006


Die Burg vor der Wiederherstellung

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Meinsberg

1419 bis 1434 errichtet Arnold VI. von Sierck die Burg Meinsberg. Sein Sohn Jakob III. wurde 1439 Erzbischof von Trier. Kaiser Friedrich III. erhebt die Herrschaft 1442 in den Reichsgrafenstand. Aufgrund fehlender männlicher Erben gelangte die Herrschaft später an die Familie des Grafen von Sayn, danach fiel das Lehen über Meinsberg an die Grafen von Sulz. Die Grafschaft Meinsberg übte hauptsächlich über die von Lothringen und Kurtrier gemeinsam verwaltetete Burg Montclair an der Saarschleife einen besonderen Einfluss auf den unteren Saargau rund um Merzig und auf verschiedene Vogteien an der Obermosel aus. Nach verschiedenen weiteren Besitzern ersteigerte 1793 der französische Staat die Burg. In der Folge verfiel die Anlage zusehends. 1930 wurde die Burg unter Denkmalschutz gestellt. 1975 kaufte der Conseil Général de Moselle die Ruine und ließ die sie restaurieren. Seit 1998 erstrahlt die Burg in neuem Glanz und wird für Ausstellungen genutzt.

Der heutige Name der Burg geht auf den englischen Feldherrn John Churchill, 1. Herzog von Marlborough, zurück, der in Frankreich unter dem Spitznamen Malbrouck bekannt ist. Während des Spanischen Erbfolgekrieges marschierte Marlborough 1705 mit 100.000 Mann von Trier aus der Mosel entlang auf Frankreich zu. Er wurde vom französischen Marschall Claude Louis Hector von Villars blockiert, der mit weniger als 50.000 Mann bereit stand. Marlborough wählte die Burg Meinsberg als Hauptquartier, wo er auf Unterstützung durch den Prinz von Baden wartete, die jedoch ausblieb. Marlboroughs Truppen ging der Nachschub aus, und seine Armee begann sich aufzulösen. Schließlich musste Marlborough bei Nacht und Nebel die Flucht ergreifen.