Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken
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LUDWIG von Nassau-Saarbrücken
* Saarbrücken 03. I. 1745 Aschaffenburg 02. III. 1794
Fürst von Nassau-Saarbrücken [1768 - 1794]

letzte Änderung: 27.11.2004

I - Hochzeit: 30. X. 1766 WILHELMINE von Schwarzburg
* Rudolstadt 22. I. 1751 Saarbrücken 17. VII. 1780
Prinzessin von Schwarzburg und Tochter von:

Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken trat 1768 die Nachfolge von Wilhelm Heinrich an und war der letzte Regent des Fürstentums.

>>>>> Auszug aus: «Fürtst Ludwig» (Quelle: link http://members.aol.com/ersludwig/)

Ludwigs "Erbprinzenreise" führte ihn in die wichtigsten Städte Europas. Versailles, zur Zeit Ludwigs XV., war erste Station. Er machte Bekanntschaften, die für sein späteres Leben von Wichtigkeit sein sollten. Dabei wurde der Grundstein einer intensiven Freundschaft zu Frankreich, wie sie sein Vater Wilhelm Heinrich schon pflegte, gelegt.

Unter anderem waren die Verträge von 1773 und 1774, die die Freizügigkeit zwischen Frankreich und den nassauischen Landen festsetzte, Ergebnis solcher Kontakte. Ludwig verweilte längere Zeit in Frankreich und Italien. Nach Besuchen in England, den Niederlanden und an deutschen Residenzen kehrte er, vertraut mit Lebensstil und Kunst der jeweiligen Gastgeber, 1766 nach Saarbrücken zurück. Im gleichen Jahr heiratete er Prinzessin Wilhelmine von Schwarzburg-Rudolstadt. Zwei Jahre später übernahm Ludwig nachdem Tod Wilhelm Heinrichs die Regierung. Vordringlichste Aufgabe war es, die große Schuldenlast seines Vaters, eines Förderers und Gönners der Saarbrücker Industrie, zu tilgen.

Fortan fand die Hofhaltung, in den ersten Jahren, aus Sparsamkeitsgründen auf den Jagdschlössern statt. Zu den Jagdschlössern gehörten: Jägersberg-Neunkirchen, Neuhaus, Dudweiler und Karlsbrunn.

Um seinen wichtigsten Verpflichtungen nachzukommen, verpfändete er Ländereien. Erbprinz Heinrich wurde 1768 geboren. Die Verbindung Ludwigs mit Wilhelmine war nicht glücklich. Die Fürstin war mit erheblichen gesundheitlichen Problemen belastet und lebte später zurückgezogen auf Schloß Halberg. Dort widmete sie sich ganz der Erziehung des Erbprinzen. Sie starb 1780.

Ludwig galt als leichtlebig. Bald nach der Geburt des Erbprinzen hatte er ein Verhältnis mit Frau von Dorsberg, in deren Diensten sich Catharina Kest aus Fechingen als Kammerjungfer befand. Bald nahm Catharina die Stelle von Frau von Dorsberg ein, sie wurde später zur Freifrau von Ludwigsberg erhoben.

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Bauten: In seiner Herrschaftszeit wurde die Ludwigskirche vollendet, die er als Grablege auserkoren hatte. Infolge der französischen Revolution wurden dort allerdings niemals Tote bestattet. 1786 ließ er hinter der Ludwigskirche in der Nähe des Waisen- und Zuchthauses (heute Kunsthochschule) durch Balthasar Wilhelm Stengel ein Schauspielhaus errichten (1793 zerstört und 1800 abgebrochen). Auch die Anlage auf dem Ludwigsberg und das Jagdeschloß Karlsbrunn sind auf ihn zurückzuführen.

In der Französischen Revolution flüchtete er aus seinem Land und starb im Jahr 1794 mit knapp fünfzig Jahren im Exil in Aschaffenburg.

siehe auch: Die Bestattung des Fürsten Ludwig von Nassau-Saarbrückenlink www.zeitensprung.de

Kinder
Erbprinz HEINRICH von Nassau-Saarbrücken
* Saarbrücken 09. III. 1768 Cadolzburg 27. IV. 1799
Fürst von Nassau-Saarbrücken [1794 - 1799]

Quelle: Saarbrückens Vergangenheit im Bilde

Heinrich Ludwig Karl Albrecht war der einzige Sohn des Fürsten Ludwig und seiner ersten Gemahlin, der Fürstin Wilhelmine von Schwarzburg-Rudolfstadt. Er war am 9. März 1768 geboren. Der Erbprinz war in Saarbrücken sehr beliebt. Als er im Jahre 1793 infolge der drohenden Haltung der französischen Revolutionshorden der Vater Saarbrücken fluchtartig verließ und sich nach Neunkirchen begab, folgte ihm der Erbprinz zunächst dorthin, mußte aber bald von dort weichen und über den Rhein fliehen. Nach dem Tode des Vaters im Jahre 1794 trat Heinrich in die Rechte des Vaters ein, aber er ist nie mehr nach Saarbrücken zurückgekehrt und starb schon im Jahre 1797 am 27. April, erst 29 Jahre alt.

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