Niedtalbahn (KBS 265d/687)
Strecke Dillingen-Niedaltdorf -Bouzonville- Metz
Quelle: link www.saarlandbahnen.de.vu
siehe auch Nied
letzte Änderung: 30/1/2008


© link Landesamt für Kataster-,Vermessungs- und Kartenwesen

Haltepunkte der Niedtalbahn

bei Bouzonville gab es einen Abzweig nach Falck - Creutzwald - Fobach. Bei Falck wiederum stieß die Bahnstrecke von Wadgassen über Überherrn dazu (vgl. linke Saarstrecke). Bei Téterchen

Die Strecke [Metz-] Thionville - Bouzonville - Creutzwald wird heute noch betrieben.

Haltepunkte Thionville - Creutzwald

Thionville - Yuz - Kuntzing - Kuntzing (Place de la Liberté) - Distroff - Distroff (Église) - Metzervisse - Metzervisse (Église) - Metzeresche (Fontaine) - Kédange - Hombourg (La Sapinière) - Hombourg-Budange - Hombourg (Tilleuls) - Budange - Aboncourt (Mairie) - Eversviller - Ebersviller (Centre) -Hestroff (Église) - Aneling - Freistroff - Remelfag - Vaudreching - Bouzonville - Alzing - Brettnach (Centre) - Téterchen - Hargarten-aux-mines - Falck - Merten - Creutzwald (Gare Routière)

Die Niedtalbahn Dillingen (Saar) - ehemal. preuß. Landesgrenze bzw. Reichsgrenze - Busendorf wurde von 1897 bis 1901 als zweigleisige Hauptbahn im Rahmen der Verbindung Dillingen - Busendorf [Bouzonville] - Anslingen [Anzeling] - Wigingen - Metz erbaut. Kurz nach Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde für den Militärverkehr noch zusätzlich eine Verbindungskurve zur Saarstrecke in Richtung Beckingen errichtet (Fahrtrichtung Trier - Saarbrücken).

Eröffnung am 01.07.1901 unter Verwaltung der Reichseisenbahnen Elsaß-Lothringen (Fortsetzung Busendorf - Metz im Jahre 1908. Im 1. Weltkrieg diente die Strecke u. a. während des August 1914 als "Transportstraße' für den Aufmarsch des Westheeres (5. Armee, V. Armeekorps, Ausladebahnhöfe Gerstlingen und Busendorf). In den nachfolgenden Jahrzehnten erhielt die Strecke eine besondere Bedeutung für den grenzüberschreitenden Montanverkehr (insbesondere Minette-Erz) der Dillinger Hütte. Sie stellt die kürzeste Verbindung zwischen dem Lothringischen Industrierevier um Thionville und dem saarländischen Industriegebiet um Dillingen/Ensdorf dar. So wurden z. B. im Jahre 1958 im Tagesdurchschnitt 14 Güterzüge mit 8.927 t (Erz, Eisen- u. Stahlerzeugnisse) über die Strecke abgefertigt. Besonderen Bekanntheitsgrad erhielten die Flüssigeisenzüge ("Suppenzüge") Dillingen Hochofen - Ebange (Thionville), die infolge einer Fusion der Dillinger Hütte mit lothringischen Werken seit 1971 verkehren und bis zum Ende des Dampfbetriebes im Jahre 1976 auf dem Abschnitt Dillingen -Bouzonville mit Dampflokomotiven der BR 50 bespannt wurden.

Streckenlänge bis Bouzonville rd. 20 km, davon rd. 8 km SNCF-Strecke.

Als Ergebnis des Versailler Vertrages hat Frankreich zwischen 1920 und 1935 das Eigentums- und Betriebsrecht an den von der Saarstrecke zwischen Saarbrücken und Merzig nach Lothringen abzweigenden Strecken beansprucht und auch ausgeübt, somit auch auf der Strecke Dillingen/Kurve Beckingen - Reichsgrenze. Die Betriebsführung erfolgte durch die Elsaß-Lothringischen Eisenbahnen (AL). Dillingen (5) wurde Gemeinschaftsbahnhof zwischen den Saarbahnen und der AL. In der Folge wurde die Verbindungskurve Beckingen 1920/21 stillgelegt.

Die Einstellung des Personenverkehrs Bouzonville - Niedaltdorf erfolgte 1945, im Jahre 1948 die dauernde Umstellung auf eingleisigen Betrieb im Rahmen des Instandsetzung der Strecke nach erheblichen Kriegszerstörungen. In den folgenden Jahrzehnten wurde folgende Triebfahrzeug-Baureihen eingesetzt (zum Großteil vom seinerzeitigen Bw Dillingen): 23, 50, 57, 212, 290/94, VT 98 u. a. Ab 01.10.1961 wurde der Wendezugbetrieb Dillingen - Niedaltdorf mit Dampflok der BR 78 und Befehlswagen mit indirekter Steuerung (Hagenuk-Gerät) aufgenommen. Nach den üblichen drastischen Verkehrsrückgängen und damit verbundenen Angebotseinschränkungen im Personenverkehr in den Jahren seit 1950 wurde zum Sommerfahrplan 1998 das Angebot wieder erheblich zu einem taktähnlichen Nahverkehr aufgestockt. Am 10.04.1998 wurde erstmals wieder Personenverkehr mit Sonderzügen Dillingen - Bouzonville zum dortigen "Karfreitag-Markt' durchgeführt. Im Güterverkehr liegt die Bedeutung der Strecke schon seit Jahrzehnten nur noch in der Ein- und Ausfuhr über Hemmersdorf Grenze. Bereits 1989 befanden sich an der Strecke selbst keine Wagenladungstarifpunkte oder Ladestellen mehr.

Die Strecke verläuft im Tal der Nied, einem Nebenfluß der Saar, und verbindet die SNCF-Strecke Thionville - Hargarten-Falk mit der DB-Strecke Saarbrücken - Karthaus (Saarstrecke). Die SNCF-Strecke ist seit 1956 mit Einphasenwechselstrom 50 Hz 25 kV elektriflziert, die DB Strecke seit 1972173 mit 16 213 Hz 15 kV. Sie ist mit Zügen des Montanverkehrs zwischen Dillingen (5) und dem Industrierevier um Thionville, sowie auf dem DB-Abschnitt mit Nahverkehrszügen Dillingen - Niedaltdorf belegt. Anfang der 1980er Jahre wurde DB-seitig eine Streckenelektrifizierung zwischen Dillingen und Bouzonville in Erwägung gezogen und von der Bundesbahndirektion Saarbrücken 1980/82 eine entsprechende Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durchgeführt. Infolge der Strukturkrise der Montanindustrie und der Saarkanalisierung wurden weitergehende Pläne in dieser Richtung nicht mehr verfolgt (Einstellung der Minetteverhüttung und Erzversorgung der Dillinger Hütte überwiegend mit Binnenschiffen).

Eisenbahn im Saarlandsaarlandbilder